Politik | Inland
08.09.2017

Strache lässt Kurz plakatieren - und fordert Stopp der Islamisierung

Der FPÖ-Chef präsentierte die zweite Plakatwelle - und verzeichnet einen merkwürdigen Zuwachs an Facebook-Fans.

Heinz-Christian Strache plakatiert nun also Sebastian Kurz. Auf den jüngsten, Freitagvormittag präsentierten Plakat-Sujets, attackiert der freiheitliche Spitzenkandidat den in den Umfragen solide voranliegenden ÖVP-Mann - und rückt ihn zusätzlich neben sich ins Bild. "Der Islam gehört zu Österreich", steht neben Kurz' Konterfei. Dem hält Strache auf seinem Wahlplakat den Satz entgegen "Die Islamisierung gehört gestoppt".

Die Botschaft kennen KURIER-Leser spätestens seit Donnerstagabend: Denn genau das sagte Strache auch bei einer KURIER-Diskussion im Wiener Raiffeisenforum. Und die Strategie ist - aus Sicht der Freiheitlichen - eine alt-bewährte: Wie schon bei den Wiener Landtagswahlen versucht Strache sich zum Widerpart jenes Kandidaten zu stilisieren, der in den Umfragen derzeit voranliegt.

Apropos: Im Unterschied zur Sonntagsfrage, bei der Strache gegenwärtig klar hinter Kurz liegt, hat der Blaue den ÖVP-Chef auf Facebook - wieder - überholt. Von allen Spitzenpolitikern verfügt Strache mit 723.000 Fans über die meisten Follower; Kurz kommt auf 690.000, Kern auf 212.000.

"Neben dem organischen Zuwachs, der über viele Jahre konstant im Aufwind ist, gibt es immer wieder auch die Zusammenführung mit HC-Fanseiten, was kleine Schübe bringt", erklärte FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky am Freitag.

Die auffällige Tatsache, dass die Zahl der Strache-Fans auf Facebook allein am Donnerstag um 40.500 (!) zugelegt hat, wollte Vilimsky dabei nicht als auffällig werten. Dass es sich um gekaufte Fans handeln könnte, wies er zurück. Auf Facebook könne man schlicht keine Fans kaufen; wer anderes behaupte, sei ein Ignorant.