Stöger übernimmt Agenden von Oberhauser.

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Politik | Inland
02/15/2017

Stöger übernimmt Agenden von Oberhauser

Sozialminister wird die erkrankte Gesundheitsministerin vertreten. Kanzler wünscht Oberhauser "viel Kraft".

Sozialminister Alois Stöger wird ab sofort die Gesundheitsagenden der erkrankten Ministerin Sabine Oberhauser übernehmen. „Ich habe - in Abstimmung mit Bundeskanzler Christian Kern und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner - Sozialminister Alois Stöger gebeten, ab sofort vorübergehend die Vertretung meiner Amtsgeschäfte wahrzunehmen“, erklärte die Ministerin am Mittwoch via Aussendung.

Da sich Oberhauser aufgrund der Behandlung einer Bauchfellentzündung noch länger im Spital befindet und die Verbesserung ihres Gesundheitszustandes ihre ganze Kraft erfordere, sei dieser Schritt notwendig. Oberhauser hat im Februar 2015 bekanntgegeben, dass sie an Krebs leidet. Nach vorübergehender Besserung machte sie Ende Juli 2016 publik, dass ihr eine „nächste Runde Chemotherapie“ bevorsteht.

Zahlreiche Genesungswünsche

Bundeskanzler Christian Kern sagte, er nehme die Entscheidung Oberhausers im Namen der gesamten SPÖ-Regierungsmannschaft zur Kenntnis: „Liebe Sabine: Wir wünschen Dir alles Gute, viel Kraft und wir wünschen Dir, dass Du Deinen Kampf mit derselben Energie und Vehemenz fortsetzt, die wir von Dir kennen. Wir hoffen, dass Du bald wieder in Dein Amt zurückkehrst.“

Vizekanzler und ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner zollte der erkrankten Ministerin in einer Aussendung "großen Respekt vor der großartigen Einstellung und dem kämpferischen Umgang mit ihrer Krankheit. Wir wünschen Sabine Oberhauser in diesen schweren Stunden alles Gute, viel Kraft und Zuversicht", erklärte Mitterlehner im Namen des ÖVP-Regierungsteams. Man hoffe auf eine baldige Rückkehr, so der Vizekanzler weiter. Auch Außenminister Sebastian Kurz wünschte auf Twitter: "Viel Kraft in dieser schwierigen Zeit."

Auf Twitter richteten auch die NEOS Grüße zur "baldigen Genesung" an die Ressortchefin, die derzeit von Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) vertreten wird. Grünen-Chefin Eva Glawischnig übermittelte in einer Aussendung die besten Wünsche des Parlamentsklubs: "Wir hoffen, dass sie bald wieder in ihr Amt zurückkehrt."

Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger geht davon aus, dass sich bezüglich der Zusammenarbeit mit der Politik unter Alois Stöger nicht viel ändern wird. In einer Pressekonferenz verwies Wechselberger darauf, dass Stöger mit der Materie vertraut sei und aus seiner Zeit als Gesundheitsminister noch das System und die Abläufe kenne.

"Wir denken an dich", ließen Oberhauser die SPÖ-Bundesfrauen wissen und auch die sozialdemokratische LGBTI-Organisation (SoHo) wünschte: "Viel Kraft und alles Liebe".