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© KURIER/Michael Pammesberger

Hofburg
05/22/2016

Stichwahl als Richtungswahl: Alles zur Entscheidung

Heute, um 17 Uhr, sollte klar sein, wer die Nase vorne hat.

von Christian Böhmer

Es wird ein Richtungsentscheid. Soviel steht heute, Sonntag, fest, noch ehe die erste Stimme ausgezählt ist.

Zum ersten Mal in der Zweiten Republik wird ein Kandidat in die Hofburg einziehen, der von keiner Regierungspartei unterstützt wurde. Soll es mit Norbert Hofer ein Freiheitlicher sein? Oder hat der frühere Bundessprecher der Grünen, Alexander Van der Bellen, mehr Stimmen auf seiner Seite?

Als Favorit startet Hofer, er gewann den ersten Wahlgang recht deutlich. Aber was heißt das schon?

Formal ist die Ausgangslage fast die selbe wie beim ersten Wahlgang: Rund 6,4 Millionen Österreicher dürfen mitentscheiden, 3,3 Millionen davon Frauen. 885.437 Wahlkarten wurden ausgestellt. Das ist ein neuer Rekord bei den Wahlkarten und bedeutet, dass fast 14 Prozent der 6,382.507 Wahlberechtigten per Wahlkarte entscheiden.

Wer geplant hat, seine Stimme via Post abzugeben, ist heute zu spät dran – gestern wurden die Briefkästen zum letzten Mal geleert.

Allerdings können Wahlkarten-Wähler heute in jedes Wahllokal Österreichs gehen, um abzustimmen, oder ihre Wahlkarte von jemandem abgeben lassen.

Für Vergessliche gibt es ein besonderes Service: Wer eine Wahlkarte beantragt, aber nicht vom Postamt abgeholt hat, kann sich bei der Hotline des Innenministeriums unter 01 53126 2700 bzw. 0800 202220 erkundigen, wo er die Wahlkarte abholen darf. Der Grund: Die Postämter wurden angewiesen, nicht zugestellte Wahlkarten in Wahllokale nahe der angegebenen Zustelladresse zu bringen.

Live ab 10 Uhr früh

Der KURIER wird den ganzen Tag über live berichten – und zwar ab 10 Uhr vormittags.

www.kurier.at/wahl ist die Internet-Adresse Ihrer Wahl – das KURIER-Team tickert und berichtet bis zum vorläufigen Endergebnis und darüber hinaus.

Apropos Ergebnis: Mit der ersten Hochrechnung ist um 17 Uhr im Fernsehen zu rechnen, das vorläufige Endergebnis (ohne Wahlkarten) liegt gegen 19.30 Uhr vor.

Alle TV-Sender – der staatliche ORF wie die Privaten – berichten ab spätestens 17 Uhr live (siehe unten), und das ist nur konsequent. Nie zuvor war eine Hofburg-Wahl im Fernsehen derart präsent: Allein das finale TV-Duell im ORF sahen mehr als 1,2 Millionen Menschen – der höchste Wert seit 2006. Auch die Sender ATV und Puls 4 hatten zwischen 432.000 und 353.400 Seher bei ihren Formaten.

Aufgrund der vielen Wahlkarten könnte es bei knappem Ausgang theoretisch erst am Montag klar sein, wer gewonnen hat – die per Post verschickten Wahlkarten werden morgen ausgezählt. Sollte Favorit Hofer gewinnen, wäre er jedenfalls der jüngste Amtsinhaber und nach Theodor Körner und Franz Jonas erst der dritte ohne ein Universitätsstudium.

Was die TV-Sender am Wahltag bieten

Die ersten Fernsehsender steigen heute kurz vor halb fünf in die Sondersendungen zur Präsidentschaftsstichwahl ein: Als Erster startet Servus TV. Der zu Red Bull gehörende Privatsender beginnt um 16.20 Uhr – 40 Minuten vor der ersten Hochrechnung. Kurz darauf folgen ATV und der ORF.
Der ORF legt im Fernsehen um 16.45 Uhr eine Viertelstunde vor dem Schließen der letzten Wahllokale los, im Radio gibt es Sonderjournale und im Internet – auf orf.at – und in der TVthek sowie via Apps eigene Specials.
Ab 17 Uhr sind mit Puls 4 dann alle vier TV-Stationen, die intensiv über die Wahl berichten, auf Sendung. Nach der ersten Hochrechnung plant der öffentlich-rechtliche Rundfunk auf ORF 2 Live-Schaltungen in die Wahlzentralen, Diskussionen mit den Klubobleuten, Auslandskorrespondenten, etc. Im Hauptabendprogramm folgt um 20.15 Uhr dann die Sondersendung „Wahl 16 – Österreich hat gewählt“.

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