Politik | Inland
14.07.2017

Steinmeier und Van der Bellen beim Heurigen

Nach den Arbeitsgesprächen ging es für die Staatsmänner nach Döbling - in Sachen Wein sind die beiden einer Meinung.

Die viele Polizei vor dem Heurigen sorgte für Verwirrung. "Machen die heute Alkoholkontrollen?" fragte ein Radler, als er einen weißen Spritzer bestellte. "Na, der österreichische und deutsche Bundespräsident", beruhigte die Wirtin. Alexander Van der Bellen und Frank-Walter Steinmeier besuchten am Freitagabend den Heurigen Wieninger in Döbling, um Weißwein und den Blick über Wien zu genießen.

Gelöst nach dem langen Arbeitstag gingen die beiden Präsidenten in Begleitung ihrer Ehefrauen Doris Schmidauer und Elke Büdenbender durch die Weinberge zum Freiluft-Heurigen, der einen 180-Grad-Blick über die Stadt ermöglicht. Heurigenwirt Fritz Wieninger erzählte den Präsidentenpaaren, dass er bei der Pflege der Reben keine Gifte einsetzt. Gegen Feuchtigkeit tue es etwa auch Backpulver.

Steinmeier wollte wissen, ob zur Unkrautvertilgung auch Schafe eingesetzt werden. "Ich hätte liebend gerne ein paar Schafe, aber leider essen die auch die Weinblätter und Trauben", sagte Wieninger. "Sind die denn so groß?", ließ Steinmeier nicht locker. "Die stellen sich auf die Füße", entgegnete der Winzer.

Im Laufe des Abends wurden mehrere Weißweine verkostet, zunächst der Klassiker Wiener Gemischter Satz. Wieninger traf damit den Geschmack der beiden Präsidenten, die nicht nur in politischen Fragen Harmonie demonstrierten, sondern auch beim Wein. Der APA verrieten Van der Bellen und Steinmeier, dass sie am liebsten Weißwein trinken. Der österreichische Bundespräsident mag Grünen Veltliner und Sauvignon, sein deutscher Amtskollege wenig überraschend Riesling. "Aber im Winter darf es auch ein Roter sein", fügte der Sozialdemokrat hinzu.