© Jürg Christandl

SPÖ
12/27/2014

Heinisch-Hosek: "Faymann sitzt fest im Sattel"

Die Bildungsministerin meint, Faymann habe "viel weitergebracht". Die Zentralmatura sieht sie entspannt.

SPÖ-Frauenchefin Gabriele Heinisch-Hosek sieht Kanzler Werner Faymann trotz der parteiinternen Debatten über seine Person "natürlich fest im Sattel". In der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast" meinte die Bildungsministerin Samstagmittag, Faymann habe sowohl als Parteichef als auch als Bundeskanzler für Land und Partei "aber wirklich viel weitergebracht".

Manager-Debatte

Die Debatte über die Aussagen von Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), wonach der als Kanzlerreserve gehandelte ÖBB-Chef Christian Kern nicht zum Politiker tauge, ist für Heinisch-Hosek von den Medien "sehr hoch gespielt". Ob Kern doch geeignet wäre, habe sie "absolut nicht zu bewerten". Es habe aber schon viele Manager in politischen Funktionen gegeben und die politische Arbeit würde auch von vielen beherrscht.

Einmal mehr zeigte Heinisch-Hosek Sympathien dafür, die Klubförderung an eine Frauenquote zu binden. Sollte es in der laufenden Legislaturperiode zu weiteren Nachrückungen im SPÖ-Klub kommen, würde sie appellieren, Frauen den Vortritt zu lassen, da die von der Partei selbst auferlegte Quote nicht erfüllt ist.

Zentralmatura

In puncto Zentramatura zeigt sich Heinisch-Hosek positiv gestimmt - trotz Pannenserie im Mai und der Datenaffäre Anfang des Jahres. "Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten sehr gut. All das, was passiert ist, hoffen wir in Zukunft vermeiden zu können." Die Abwicklung übernimmt 2015 das BIFIE, künftig kann sich Heinisch-Hosek aber vorstellen, dass die neue Matura ab 2016 direkt in ihrem Ministerium abgewickelt wird.

Einen Garantieschein, dass die Zentralmatura zu 100 Prozent klappen wird, will Heinisch-Hosek nicht ausstellen. "Wir haben mit dem BIFIE gemeinsam viele Sicherheitsschleusen eingebaut, was die Auslieferung der Beispiele anlangt." Einen Rücktritt, wenn es zu Fehlern kommt, schließt sie aber dezidiert aus: "Ich würde das nicht als einen Grund sehen aufzugeben, sondern auf jeden Fall weiterzumachen, weil Bildung viel mehr ist als nur die Reifeprüfung."

Um die klaffende Budgetlücke kommendes Jahr zu schließen, will die Bildungsministerin Doppel- und Mehrgleisigkeiten in der Verwaltung prüfen. Die Pflichtschullehrer in die Kompetenz des Bundes zu holen, kann sie sich nach wie vor vorstellen: "Ich glaube nicht, dass wir hier noch sehr lange warten müssen, denn es ist knapp mit dem Geld. Hier braucht es Lösungen und es wird von einigen nachgegeben werden müssen."

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