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© APA/GEORG HOCHMUTH

Nationalratswahl
09/19/2013

Simulation: Große Koaltion abgesichert

Bezieht man sich auf aktuelle Umfragen, geht sich eine SP-VP-Mehrheit aus - auch bei Einzug von NEOS oder BZÖ.

Die Mandatsmehrheit der Großen Koalition ist ziemlich gut abgesichert. Fällt die Wahl nicht viel anders aus als die Umfragen erwarten lassen, werden SPÖ und ÖVP auch nach dem 29. September mehr als die Hälfte der 183 Abgeordneten stellen. Aber selbst wenn SPÖ und ÖVP gemeinsam nur auf etwas mehr als 47 Prozent kämen und das BZÖ oder die NEOS in den Nationalrat einzögen, würde das noch für die - hauchdünne - Mehrheit von 92 Abgeordneten reichen, ergab eine Mandatssimulation der ARGE Wahlen.

In diesem Fall würden die Koalitionsparteien gemeinsam mehr als acht Prozentpunkte gegenüber 2008 einbüßen. Aber ein Verlust in dieser Höhe zeichnet sich derzeit in den veröffentlichten Umfragen nicht ab. Denn im Sonntagsfragen-Mittelwert liegt die SPÖ bei 27,3 Prozent und die ÖVP bei 24,3 Prozent - was gemeinsam 102 Mandate (54 S, 48 V) bedeuten würde. 2008 erreichten die beiden miteinander 55,24 Prozent bzw. 108 Mandate (57 S, 51 V). Andere Zweierkoalitionen - abgesehen vom von der SPÖ ausgeschlossenen Rot-Blau - gingen sich demnach nicht aus, die realistischste Dreier-Variante wäre Schwarz-Blau-Stronach. Die FPÖ liegt im Umfragenschnitt bei 20 Prozent (39 Mandate), die Grünen bei 14,3 (28) und das Team Stronach bei 7,3 (14); die NEOS kamen in den zuletzt publizierten Umfragen nicht über die Vier-Prozent-Hürde, das BZÖ nur bei Spectra, nicht aber bei Gallup und Karmasin.

Aber selbst wenn eine dieser beiden Parteien es schafft, könnten SPÖ und ÖVP die Mehrheiten halten. Sie kämen - mit ähnlichen Werten wie im Umfragenschnitt - laut den ARGE Wahlen-Berechnungen gemeinsam noch auf 98 Mandate. Und auch die ziemlich unwahrscheinliche Variante mit BZÖ und NEOS im Parlament (bei 27,2 Prozent SPÖ, 22,6 ÖVP, 18,9 FPÖ, 13,4 Grüne, 7,4 Frank, 4,1 BZÖ, 4,3 NEOS) ergibt noch 94 Mandate für die Große Koalition.

In diesem Fall hätten SPÖ und ÖVP gemeinsam etwas mehr als fünf Prozentpunkte gegenüber 2008 (wo die SPÖ auf 29,26 Prozent, die ÖVP auf 25,98 kam) verloren. Ihr Spielraum ist aber noch größer: Selbst mit einem Verlust von rund acht Prozentpunkten - also z.B. 25,6 Prozent SPÖ, 21,8 ÖVP - und einer der beiden Kleinparteien im Parlament würden sich noch 92 Mandate ausgehen. Weg wäre die Mandatsmehrheit erst in dem laut den Meinungsforschern sehr unwahrscheinlichen Szenario, dass SPÖ und ÖVP gemeinsam nur noch 46 Prozent der gültigen Stimmen bekommen.

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