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Gesundheitsministerium
03/02/2017

Salzburgerin als mögliche Nachfolgerin Oberhausers

Bei der Nachfolge der verstorbenen Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser verdichten sich Gerüchte, wonach eine Salzburger SPÖ-Abgeordnete zum Zug kommen könnte.

Als Nachfolgerin für Sabine Oberhauser kursiert ein neuer Name: die Salzburger SPÖ-Abgeordnete Cornelia Ecker. Dem Vernehmen nach soll sich der Westen bei Kanzler Christian Kern beschwert haben, es könne nicht sein, dass "westlich von Linz" niemand zum Zug komme.

Offiziell ist dazu freilich nichts zu erfahren. Kern hat nach dem Tod der Wiener Gewerkschafterin Oberhauser eine mehrtägige Trauerphase angekündigt, bevor weiter etwas unternommen wird. Die Amtsgeschäfte des Gesundheitsministeriums hat schon vor mehreren Wochen vorübergehend Sozialminister Alois Stöger übernommen.

Die Salzburgerin Ecker (39) ist aus Bürmoos und Geschäftsführerin einer Biohofmetzgerei. Ecker ist seit 2004 als Mitglied der Gemeindevertretung auf kommunaler Ebene in der Gemeinde Bürmoos. Sie ist auch Mitglied im Bezirksausschuss, im Landesparteivorstand und im Landesparteipräsidium der SPÖ in Salzburg. Seit Herbst 2013 ist Cornelia Ecker Nationalrätin.

Die logischere Variante wäre freilich, dass Oberhausers Posten von der Spitzenbeamtin Pamela Rendi-Wagnerübernommen wird. Angesichts drohender Neuwahlen im Herbst könnte es nämlich schwierig werden, geeignete Personen zu finden, die sich dem Risiko aussetzen, den Job bald wieder los zu sein. Rendi-Wagner, die angesichts ihrer Kompetenz und Eloquenz ohnehin als bestens für die Aufgabe geeignet gilt, könnte dagegen nach Ende ihrer Regierungstätigkeit gesichert im öffentlichen Dienst Unterschlupf finden.


Das Problem an der Rochade ist, dass Oberhauser auch die Frauenagenden über hatte und die SPÖ-Frauenorganisation diese mit einer Person aus den eigenen Reihen besetzt sehen will. Damit kommt Bildungsministerin Sonja Hammerschmid ebenso wenig in Frage wie eine allfällige Ministerin Rendi-Wanger. Die Alternative wäre Staatssekretärin Muna Duzdar, der die Frauenkompetenz überantwortet werden könnte. Allerdings hielten die SPÖ-Frauen es für ein fatales Signal, dass die Frauenangelegenheiten nun nur noch in einem Staatssekretariat repräsentiert wären.


Gut beide Agenden übernehmen könnte Gaby Schaunig, Kärntner Finanzlandesrätin. Die war zwar Kandidatin, soll aber keinesfalls nach Wien wollen. Keine Probleme hat Kern mit der Gewerkschaft zu erwarten. Diese hat dem Vernehmen nach bereits signalisiert, dass man es akzeptieren würde, wenn die Nachfolgerin der Gewerkschafterin Oberhauser nicht dem ÖGB entstammt.

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