Van der Bellen mit seiner Ehefrau in Tirol: Wenige Worte, viel Musik.

© KURIER/Gerhard Berger

Polit-Neujahr
01/01/2017

Neujahr: Van der Bellen ließ sich den Marsch blasen

Zwangsbruch mit Tradition: Designierter Bundespräsident war bei Musikkapelle, nicht im Fernsehen.

von Karin Leitner

Mit einer Polit-Tradition ist am heurigen Neujahrstag gebrochen worden: der Ansprache des Bundespräsidenten im TV. Zwangsweise. Es gibt – ob der Turbulenzen bei der Nachfolgerbestimmung für Heinz Fischer, der nach zwölf Jahren in der Hofburg abtreten musste – nach wie vor formal kein Staatsoberhaupt.

Der ehemalige Grünen-Chef Alexander Van der Bellen, der sich gegen den FPÖ-Konkurrenten Norbert Hofer beim Wahlfinale am 4. Dezember durchgesetzt hat (53,8 zu 46,2 Prozent), wird erst am 26. Jänner von der Bundesversammlung angelobt. Nach wie vor führen die drei Nationalratspräsidenten die Amtsgeschäfte des Bundespräsidenten.

"Positiver Geist"

Wenn er schon nicht via ORF zu den Bürgern sprechen konnte, bei einigen davon sehen lassen wollte sich Van der Bellen gestern schon. In seiner Tiroler Heimatgemeinde war er, an der Seite seiner Frau Doris Schmidauer, des Kaunertaler Bürgermeisters Josef Raich und des Ortschefs von Kaunerberg Peter Moritz, beim obligaten „Neujahrsblasen“ der dortigen Musikkapelle.

Das Kaunertal habe über Jahrzehnte gezeigt, dass ein Dorf, eine Gemeinschaft eine gute Zukunft habe, wenn alle zusammenarbeiten, sagte der designierte Staatsoberste. "Mit diesem positiven Geist des Miteinanders, der in den Dörfern und Regionen spürbar ist, lassen sich auch schwierige Zeiten gut meistern." Den Österreichern wünschte Van der Bellen "ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2017".

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