Beate Meinl-Reisinger will mit Straches Konterfei als Wiener Spitzenkandidatin der Neos bei potentiellen Wählern reüssieren

© Florian Albert

Wahlkampf
07/10/2015

Pinke werben mit blauen Kontrahenten

Rechte Rülpser.Neos wollen mit Anti-Strache-Kurs bei ihrer ersten Wien-Wahl punkten.

von Johanna Hager

Mit zehn Spitzenkandidaten der Wiener FPÖ starten die Neos in den Wahlkampf. Um die Frage aufzuwerfen: "Sprechen Strache und seine Leute wirklich die Sprache der Wienerinnen und Wiener?" Um zu zeigen, für welche Inhalte die Blauen stehen. Hierfür ließ Neos-Spitzenkandidatin Beate Meinl-Reisinger in der Wiener Innenstadt deren Konterfeis wie Aussagen affichieren.

Maximilian Kraus ist ein "Junger Hetzer" ist auf einem Plakat zu lesen; sowie das Zitat "Michael Häupl der ,Türken-Bürgermeister‘". Ebenso Krauss’ angestrebter Posten. "Wollte gerne Stadtschulrat Vizepräsident werden."

Die Blaue Dagmar Belakowitsch-Jenewein titulieren die Pinken als "Die rabiate Abschieberin", Heinz-Christian Strache als "Der ewige Hass-Prediger" – versehen mit dem Zitat "Wir sind die neuen Juden". Und warum eine Anti-Strache Kampagne statt einer Pro-Neos? Es sei wichtig, aufzuzeigen, dass die FPÖ mehr als eine rechtspopulistische Protestpartei ist, sagt Meinl-Reisinger. Bei den Zitaten handle es sich "nicht um verbale Ausrutscher. Die rechten Rülpser gehören in der Strache-FPÖ zum guten Ton." Die Neos plädieren und plakatieren deshalb in großen Lettern "Veränderung ohne Strache!" Ihr hehres Ziel beim ersten Antritt in der Bundeshauptstadt ist ein sattes Plus. Ein Plus vor den jetzigen 12,6 Prozent der Stimmen wollen auch die Grünen. Diese stellten jüngst mit Frontfrau Eva Glawischnig ihre Plakat-Kampagne vor. Sie verzichteten zwar auf Straches Antlitz, nicht aber auf einen Verweis auf die Parteifarbe. "Wir machen nicht blau. Gemeinsam gegen den Rechtsruck. Bist Du dabei?" Die Wiener SPÖ, der herbe Verluste prognostiziert werden, ist beim Anti-FPÖ-Kurs dabei. Sie verteilt seit Kurzem das "Blaubuch FPÖ".

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