Politik | Inland
25.01.2018

NS-Lieder: "Das ist Aufruf zum Massenmord"

Sebastian Kurz soll die Zusammenarbeit mit rechtsextremen Burschenschaftern beenden, fordern Uni-Professoren in einem offenen Brief an den Bundeskanzler.

In einem offenen Brief wenden sich mehrere Universitäts-Rektoren und -Professoren in der Causa rund um ein NS-verherrlichendes Liederbuch an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). "Das ist ein Aufruf zum Massenmord, der als solcher behandelt werden muss", heißt es darin und weiter: "Beenden Sie die Zusammenarbeit mit allen, die Mitglieder rechtsextremer Burschenschaften in ihren Büros beschäftigen."

Reaktionen: Kurz verlangt "volle Härte des Gesetzes"

Unterzeichnet wurde der Brief unter anderem von der Präsidentin der Universitätenkonferenz (uniko), Eva Blimlinger und ihrem Vorgänger Oliver Vitouch, sowie etlichen namhaften Kolleginnen und Kollegen. Darin heißt es auch: "Die Normalisierung des Rechtsextremismus schreitet in Österreich voran." Ohne eine Beendigung der Zusammenarbeit mit allen, "die in rechtsextremen Medien publizieren oder bei rechtsextremen Veranstaltungen auftreten" wirkten jegliche Reaktionen wie "augenzwinkernde Distanzierungen".