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Gleichstellung
02/15/2013

Neues Dohnal-Buch: Die Reden zum Nachlesen

"Ein politisches Lesebuch": Dohnal, 2010 verstorben, hat viele ihrer Reden selbst geschrieben.

von Patricia Haller

... Und bei genauerer Betrachtung wird es sogar verständlich, warum Männer ihre Positionen nicht aufgeben wollen: Denn natürlich geht es um Macht und Einfluss (...).“ – Dieser Satz von Johanna Dohnal stammt aus der Rede bei einer Bezirksfrauenkonferenz anno 1993. Und es sind Reden aus einer Zeitspanne von 16 Jahren, die die Basis für das neue Buch „Johanna Dohnal. Ein politisches Lesebuch“ bilden. Es wurde Donnerstagabend von den SPÖ-Frauen im Kreisky-Forum vorgestellt.

Dohnal, 2010 verstorben, hat viele ihrer Reden selbst geschrieben. Inhaltlich geht es in dem rund 250 Seiten starken Werk um unterschiedliche frauenpolitische Themen, die auch heute noch von Aktualität seien, sagt Heidi Niederkofler, eine der beiden Herausgeberinnen und ergänzt: „Die Reden sind gut lesbar und greifbar.“ Behandelt werden darin die Fristenregelung, Quotendiskussionen, Sozial- oder Bildungspolitik. Ergänzt werden die Abschriften von Artikeln, die größere Zusammenhänge bis heute zeigen sollen. Autorinnen dieser Artikel stammen unter anderem aus der Gewerkschaftsbewegung.

Starkes Signal

Zielgruppe des Buches sind laut Niederkofler nicht nur Personen, die sich für die Johanna Dohnal interessieren, sondern vor allem auch Menschen, die sich mit Frauen-, Geschlechter- und Gleichstellungspolitik befassen – für den Stellenwert dieser Politikfelder solle das Buch ein „starkes Signal“ sein.