Politik | Inland 21.09.2015

Maximilian Gnesda vertritt 1,2 Mio. Schüler

Maximilian Gnesda, Bundesschulsprecher © Bild: /Schülerunion

Ein Wiener wurde zum neuen Bundesschulsprecher gewählt. Welche Forderungen er an die Politik hat.

Der neue Bundesschulsprecher heißt Maximilian Gnesda. Der 18-Jährige besucht die Vienna Business School in der Schönborngasse in Wien-Josefstadt und löst den Burgenländer Lukas Faymann in dieser Position ab. In einer Pressekonferenz stellte er sich und seine Forderungen an die Politik vor. Seine Ziele: verstärkte Schulautonomie und Landesschulgemeinschaftsausschüsse statt den Kollegien in den Landesschulräten. Gleichzeitig startet die Bundesschülervertretung eine Umfrage, in der sie die Schülerinnen und Schüler nach ihren Wünschen für die Bildungsreformkommission befragt.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass die Schulpartnerinnen und Schulpartner am Besten wissen, welche Veränderungen unser Bildungssystem benötigt. Nicht Politikerinnen und Politiker, sondern Eltern, Lehrerschaft und vor Allem Schülerschaft können ihre tagtäglichen Erfahrungen einbringen.
Deshalb setzen wir uns für eine Abschaffung der Kollegien und eine Einführung von Landesschulgemeinschaftsausschüssen (LSGA) ein. Ein Pendant soll auf Bundesebene geschaffen werden“ so Bundesschulsprecher Maximilian Gnesda.

Schulgemeinschaft

Diese Gremien funktionierten nur dann, wenn auch der Schulstandort dementsprechend gestärkt werde. Die Schulpartnerschaft an den Schulen ,üsse mehr Entscheidungskraft in Form von schulautonomen Entscheidungen bekommen, so Gnesda: "Entscheidungen wie Lehrpersoneneinstellungen und
pädagogische Schwerpunktsetzungen können am Besten direkt am Standort, den Bedürfnissen der Schule entsprechend, getroffen werden." Der neue Bundesschulsprecher ärgert sich auch über die Politik: „Die Bildungsreformkommission verhandelt hinter verschlossenen Türen über die Zukunft der
Schülerinnen und Schüler – ohne dabei auch nur eine bzw. einen nach ihrer bzw. seiner Meinung zu fragen. Wir als Bundesschülervertretung haben deshalb heute eine Umfrage gestartet, um Österreichs Schülerinnen und Schüler einzubinden. Die Ergebnisse präsentieren wir am Mittwoch,
21.10,2015, im Rahmen einer Pressekonferenz“, so der neue Bundesschulsprecher abschließend. Die Umfrage finden Sie unter www.schuelervertretung.at

( kurier.at ) Erstellt am 21.09.2015