Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Heinz-Christian Strache (FPÖ).

© KURIER/Gerhard Deutsch

KURIER-OGM-Umfrage

Mehrheit glaubt an Aufstieg der Blauen und VP-Abstieg

Gros der Österreicher hat auch 2017 Angst vor Armut und Arbeitslosigkeit.

von Johanna Hager, Karin Leitner

01/01/2017, 06:00 AM

KURIER-Karikaturist Michael Pammesberger hat dieser Tage eine Zeichnung zu Silvester mit dem Text "Wie ein Scheißjahr zu Ende geht" versehen. Auch viele Österreicher haben 2016 als solches empfunden. Was glauben sie, wie die kommenden Jahre werden? Das hat das Meinungsforschungsinstitut OGM für den KURIER erhoben.

Danach gefragt, welche Partei 2020 die führende Rolle im Land spielen wird, sagt eine relative Mehrheit von 34 Prozent, das werde die FPÖ sein. Lediglich 17 Prozent gehen davon aus, dass die SPÖ – wie derzeit – die Nummer 1 sein wird; gar nur acht Prozent schreiben das der ÖVP zu.

OGM-Chef Wolfgang Bachmayer begründet die für die Blauen gute Prognose so: "Seit Längerem liegen sie in allen Umfragen bei 30 Prozent. Zudem hat FPÖ-Mann Norbert Hofer bei der Bundespräsidentenwahl trotz Niederlage 47 Prozent der Stimmen bekommen." Das gebe FPÖ-Anhängern "hohes Selbstbewusstsein" – und so meinen 85 Prozent von ihnen, dass ihre Partei dominant sein wird. Wähler von Rot und Schwarz haben dieses Vertrauen in ihre Polit-Vertretung nicht. Nur knapp die Hälfte der SPÖ-Fans ist davon überzeugt, dass ihre Partei auch noch 2020 vorn ist. Noch schlechter sieht es bei ÖVP-Sympathisanten aus: Lediglich jeder dritte ortet die Schwarzen, derzeit auf Rang 2, in der Führungsrolle.

Was die Arbeitslosenrate anlangt sind die Österreicher nicht mehr so pessimistisch wie im Vorjahr (damals gingen 72 Prozent davon aus, dass sie 2016 höher sein wird als 2015). Immerhin glauben aber zwei Drittel der Befragten, dass sie weiter steigt. Dahingehend am besorgtesten sind FPÖ-Wähler und Menschen mit Kindern im Haushalt (je 70 Prozent).

Etwas optimistischer als im Dezember 2015 ist auch die Einschätzung der Ausgaben im Jahr 2020. Der Anteil derer, die glauben, sich einschränken zu müssen, ist mit 34 Prozent geringer als vor einem Jahr. "Die Steuerreform hat möglicherweise eine gewisse Entspannung gebracht", sagt Bachmayer.

Auch was Armutsangst anlangt, sind die Befürchtungen nicht mehr so hoch wie 2015, allerdings meint nach wie vor eine Mehrheit von 57 Prozent, 2020 nicht mehr so viel zu haben wie heute.

Und wie schätzen die Österreicher die generelle Lage für sich im Jahr 2017 ein, also auch was Gesundheit und Partnerschaft etc. betrifft? zwei Drittel meinen, dass sich nichts verändern wird.

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