Politik | Inland
01.03.2018

"Linkswende" darf Strache den Mittelfinger zeigen

OLG wies Berufung Straches gegen erstinstanzliches Urteil ab. "Linkswende" hatte FP-Chef im September in Video den Mittelfinger gezeigt, Strache klagte wegen Beleidigung.

Die "Linkswende" darf FPÖ-Chef Vizekanzler Heinz-Christian Strache - im politischen Zusammenhang - den Mittelfinger zeigen. Das habe ein nun rechtskräftiges Urteil ergeben, nachdem Strache die Gruppierung wegen Beleidigung geklagt hatte, teilte "Linkswende jetzt" mit. Das Oberlandesgericht Wien bestätigte der APA, dass die Berufung Straches gegen das erstinstanzliche Urteil zurückgewiesen wurde.

Die Gruppierung hatte vor der Nationalratswahl 2017 ein Youtube-Video gedreht, in welchem dem nunmehrigen Beamten- und Sportminister von mehreren Protagonisten der Mittelfinger gezeigt wurde und gleichzeitig ein "Fuck Strache" entgegengeschleudert wurde.

Laut " Linkswende" hatte das Wiener Landesgerichts in einem erstinstanzlichen Urteil vom 14. Dezember entschieden, dass "eine derartige Ablehnung gegen einen führenden Politiker" auch "auf schockierende und provozierende Art und Weise geäußert werden kann", dies sei "elementarer Bestandteil der Meinungsfreiheit".

Am Mittwoch wurde am OLG über Straches Berufung verhandelt und sein Antrag zurückgewiesen, bestätigte ein Gerichts-Sprecher. Die "Linkswende" folgert daraus, dass nun jeder im politischen Zusammenhang dem Beispiel folgen und sagen dürfe: "Ich sage Fuck Strache, weil...". Der Sprecher der Gruppierung, David Albrich, sieht in dem Urteil auch einen "Sieg für die Meinungs- und Pressefreiheit insgesamt", wie er ausführte.

Das ist das umstrittene Video