Kurden demonstrierten in Wien für Anerkennung

Bei einer Kundgebung vor dem Parlament wurde Stimmung für das Unabhängigkeitsreferendum im Irak gemacht.

Kundgebung vor dem Parlament in Wien Kundgebung vor dem Parlament in Wien

"Ja zu Kurdistan!" - mit diesem Schriftzug aus großen Buchstaben in den Farben rot, gelb und grün machten Aktivistinnen und Aktivisten Montagvormittag vor dem Parlament in Wien auf das am selben Tag stattfindende Referendum im Norden des Irak aufmerksam. "Wir stehen hier nicht, um das Leid, Angriffe und Tote Kurdinnen und Kurden zu beklagen“, so Organisator Ali Gedik, "sondern um Erfreuliches zu unterstützen". Gerechnet wird mit einer breiten Zustimmung jenseits einer Dreiviertel-Mehrheit für einen unabhängigen Staat, den ersten "wenigstens für einen Teil des kurdischen Volkes".

Ostbahn-KurDi

Zu den Kundgebungsteilnehmer_innen, unter denen sich Kurdinnen und Kurden aus allen Ländern (Türkei, Irak, Iran, Syrien) befanden, gesellt sich auch der bekannte Musiker und Liedermacher Willi Resetarits. „Seit Jahrhunderten hat das kurdische Volk keinen eigenen Staat. Auch dieses Volk braucht seine Freiheit. Das ist ein erster Schritt und mia miaßn alle z’amhaltn!“, so Resetarits ins einer Kürzest-Ansprache. Er wies unter anderem auf den vom vormaligen Bundespräsidenten Heinz Fischer bei einem Konzert mit Sivan Perwer verliehenen Ehrennamen "Ostbahn-Kurdi".

Bei der Kundgebung anwesend war auch Mustafa Ramazan, der Vertreter der kurdischen Regionalregierung im Irak. Er ist sozusagen der Botschafter der autonomen Region, die bei einem Ja beim Referendum ein eigener Staat werden will. Nergiz Abi, eine Mitarbeiterin der Repräsentanz, erzählt dem KURIER, dass sie selbst, die in Kanada geboren wurde und aufgewachsen ist, in ihrer Person mehrere Teile Kurdistans vereint: "Meine Großmutter kommt aus Batman in der Türkei, meine Mutter aus Qamishlo (Syrien) und mein Vater aus Shekkan (Irak). Ich bin mit Englisch und Kurmandschi in Vancouver aufgewachsen."

Die Kundgebungsteilnehmer_innen verlangten aber auch, dass etwa der österreichische Bundespräsident, die Regierung, das Parlament nach der Abstimmung, „wenn sich das kurdische Volk für seine Unabhängigkeit ausspricht hat, diesen neuen Staat anerkennen“ müsse.

Fotos von der Kundgebung in Wien

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Video mit Sprechchören

(kiku) Erstellt am
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