Politik | Inland
12.01.2018

Kunasek will Sold für Grundwehrdiener anheben

Verteidigungsminister Mario Kunasek in seinem ehemaligen Büro des FPÖ-Klubs im Grazer Landhaus. Graz, am 02.01.2018 © Bild: KURIER/Jeff Mangione

Der Verteidigungsminister will den Sold auf das Niveau der Mindestsicherung anheben.

Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) will den Sold der Grundwehrdiener auf das Niveau der Mindestsicherung anheben. Mit dieser Forderung gehe er in die Budgetgespräche mit Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP), sagte Kunasek im Interview mit der Tageszeitung Der Standard (Samstag-Ausgabe).

"Speziell die Grundwehrdiener sind mit einem monatlichen Sold von knapp über 300 Euro in einer finanziell schwierigen Situation. Deswegen plädiere ich in den Gesprächen mit dem Finanzminister für eine Anhebung auf das Niveau der Mindestsicherung - das fände ich fair und gut", erklärte Kunasek. Der normale Satz beziehungsweise der Grundbetrag der Mindestsicherung liegt derzeit in den meisten Bundesländern um die 850 Euro.

"Auch wenn es den budgetären Rahmen sprengen könnte - hier muss es jedenfalls eine spürbare Erhöhung geben. Denn das drückt auch eine gewisse Wertschätzung gegenüber den Grundwehrdienern aus, dafür, was sie für die Republik leisten", so der Verteidigungsminister. Auch die Grundvergütung für Zivildiener soll laut Kunasek angehoben werden. "Beide Gruppen leisten großartige Arbeit. Deshalb sollte auch der Zivildienst monetär so ausgestattet sein, dass es einer Wertschätzung gleichkommt. Da sollte es keine Unterschiede geben."