Politik | Inland
31.05.2017

Schönborn warnt vor Islam-Feindlichkeit

Schönborn zeigt aber Verständnis dafür, dass viele Menschen durch die steigende Präsenz des Islam verunsichert sind.

Kardinal Christoph Schönborn hat vor zunehmender Islam-Feindlichkeit gewarnt. Bei seinem Medienempfang am Mittwoch erinnerte er an den "soliden und bewährten Religionsfrieden in unserem Land" und meinte weiter: "Spielen wir nicht denen in die Hände, die diesen Religionsfrieden nicht wollen!"

Der Erzbischof von Wien zeigte zwar Verständnis dafür, dass viele Menschen durch die steigende Präsenz des Islam verunsichert seien. Die "gute österreichische Tradition des Miteinander" sollte aber Mut geben, "nicht in Panik zu geraten, weil dieser Religionsfrieden nicht mehr ganz so einfach ist".

Auch helfe es nicht, islamische Mitbürger "auf einige Kontroversthemen zu fixieren", meinte Schönborn. Vielmehr müsse man auf Gemeinsamkeiten im täglichen Miteinander achten, denn: "Das Leben mit dieser Vielfalt ist sicher eine Herausforderung."

Schönborn widmete sich in seiner Ansprache im Erzbischöflichen Palais auch den - zumeist christlichen - Minderheiten im Nahen Osten, die besonders unter den aktuellen Konflikten litten. Es sei Aufgabe der Politik, nicht nur für Frieden im eigenen Land zu sorgen, sondern auch für jenen in den Krisenregionen.