Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer

© Kurier/Juerg Christandl

Hofburg-Wahl
04/25/2016

Hofer & Van der Bellen rüsten sich für Stichwahl

Die Anwärter auf das Amt des Bundespräsidenten wollen nun die restlichen Wähler überzeugen.

Einen Tag nach der Hofburg-Wahl überlegen Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen, wie sie sich auf die kommende Stichwahl am 22. Mai vorbereiten werden. Im Ö1-"Morgenjournal" geben sich die beiden Wahlsieger jedenfalls zuversichtlich, nach dem entscheidenden Urnengang in die Wiener Hofburg, Sitz des österreichischen Staatsoberhauptes, einzuziehen.

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"Ich habe gezeigt, was mir wichtig ist", sagt Hofer, der bei der gestrigen Wahl die meisten Stimmen für sich verbuchen konnte. Für die Stichwahl werde er an seiner Strategie nicht rütteln: "Das, was die Wähler wollen, ist Verlässlichkeit. Ich werde genau dieselben Themen unterstützen, die mir bisher wichtig waren." Das seien direkte Demokratie, innere Sicherheit und das Freihandelsabkommen TTIP, gegen das er weiter Stimmung machen werde.

Hofer: "Ich werde gewinnen"

Das Wahlergebnis macht Hofer stolz. Für ihn sei es wichtig, dass es jemanden gibt, der "auf Österreich schaut". Wie er jene Bürger, die in der ersten Runde nicht für ihn gestimmt haben, von ihm überzeugen will, verrät der FPÖ-Kandidat noch nicht. Nur so viel: "Es geht darum, mehr als 50 Prozent zu erreichen." Und er werde seinen Weg gehen, "dann wird es klappen. Ich werde mich voll auf dieses Ziel fokussieren und ich bin davon überzeugt, dass ich gewinnen werde."

Auf Wahlempfehlungen hofft der blaue Hofburg-Anwärter nicht. Diese sind seiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß. "Diese Zeiten sind schon lange vorbei. Jeder entscheidet nach bestem Wissen", erklärt Hofer.

Van der Bellen: "In dem Fall eben ich"

Ein Stein vom Herzen gefallen, ist auch Alexander Van der Bellen. Der Hofburg-Kandidat ist mit dem Ergebnis durchaus zufrieden. "Ich bin kampfeslustig, denn die Karten sind wieder neu gemischt", sagt er. Jeder könne nun gewinnen, "in dem Fall eben ich".

Für die kommende Stichwahl werde Van der Bellen mit seinem Team überlegen, wie man die enttäuschten Wähler von Andreas Khol, Rudolf Hundstorfer und Irmgard Griss überzeugen kann. Der Grüne ergänzt, dass er zeigen wird, dass er Österreich besser vertreten kann als Norbert Hofer.

Zäsur in der österreichischen Politik

Gibt es schon Strategien, um mehr Stimmen zu holen? "Einen Tag nach der Wahl ist es ein wenig viel verlangt, einen vollen Rucksack haben", antwortet Van der Bellen, der mit 20,38 Prozent (ohne Briefwahlstimmen) hinter Hofer (36,40 Prozent) auf Platz zwei gelandet ist.

Das Ergebnis der Hofburg-Wahl stellt für Van der Bellen vor allem eine Zäsur in der österreichischen Politik dar. Die Wähler hätten den Großparteien eine Abfuhr erteilt. Jetzt sei es Zeit, den Menschen die Ängste zu nehmen, "die Sorgen der Bevölkerung sind ernst zu nehmen", sagt er abschließend.

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