Tschanigraben im Bezirk Güssing.

© Roland Pittner

Hofburg
04/25/2016

So haben die Gemeinden gewählt

Hundstorfer erreichte nur in Tschanigraben die absolute Mehrheit.

Österreich besteht aus 2.100 Gemeinden und in fast allen davon spiegelt sich das schlechte Wahlergebnis der beiden Regierungsparteien wider. Einzig in Tschanigraben, einer burgenländischen Kleinstgemeinde mit rund 70 Einwohnern, kam SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer auf 55 Prozent der Stimmen. In neun Gemeinden – vorwiegend in Vorarlberg und Tirol – ging er überhaupt komplett leer aus und in weiteren 17 Gemeinden wählte den roten Kandidaten weniger als ein Prozent der Wahlberechtigten.

Und während mehr als die Hälfte der rund 70 Tschanigrabner Hundstorfer ihre Stimme gaben, wählte dort kein einziger den ÖVP-Kandidaten Andreas Khol. In rund 500 Gemeinden konnte dieser auch nicht über ein einstelliges Wahlergebnis hinauskommen. In Namlos, einem kleinen Tiroler Bergdorf, erzielte Khol sein Top-Ergebnis: 72,4 Prozent der 76 Einwohner wählten ihn dort.

Hofer in 112 Gemeinden über 50 Prozent

In seiner burgenländischen Heimatgemeinde Pinkafeld schaffte Norbert Hofer mit 60,7 Prozent sein zweitbeste Ergebnis bei dieser Wahl. In der Nachbargemeinde Wiesfleck stimmten mit 64,1 Prozent noch mehr Einwohner für ihn. In weiteren 109 Gemeinden konnte der FPÖ-Kandidat mehr als die Hälfte der Wähler für sich gewinnen.

Der unabhängige Kandidat Alexander Van der Bellen, der von den Grünen unterstützt wird, schaffte sein bestes Ergebnis in seiner Heimatgemeinde, nämlich im Tiroler Kaunertal. 60 Prozent der Wählerstimmen bekam er dort. Im siebenten Wiener Gemeindebezirk Neubau erreichte er 53,1 Prozent. Und dort, wo Khol am meisten punktete, in Namlos, wählte niemand den ehemaligen Grünen-Chef. In 430 Gemeinden erreichte Van der Bellen einstellige Ergebnisse.

Ihr bestes Gemeinde-Ergebnis erreichte Irmgard Griss in Lech am Arlberg, 37,4 Prozent der Stimmen bekam sie dort. Insgesamt kam sie in 18 Gemeinden auf mehr als 30 Prozent. Ihr schlechtestes Ergebnis erzielte sie in der niederösterreichischen Kleinstgemeinde Großhofen mit 2,2 Prozent der Stimmen. Einstellig waren ihre Ergebnisse in 97 Gemeinden.

In 17 Gemeinden stimmte niemand für Richard Lugner. Das beste Ergebnis erzielte er in der Tiroler Gemeinde Kaisers mit 12,1 Prozent.

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