Politik | Inland
02.01.2012

Her mit dem Zaster

Die Innenministerin hat es angekündigt, jetzt wird klar, wie abkassiert wird.

Finanzministerin Maria Fekter hat im KURIER-Interview beteuert, jetzt werde einmal richtig gespart. Erst dann werde, wenn überhaupt nötig, über höhere Steuern geredet, über die Parteikollegin Mikl-Leitner schon sprach („Her mit dem Zaster“). Wie unsere Recherchen ergeben, rechnet man im Ministerium aber bereits die höhere Besteuerung des 13. und 14. Gehalts nach. Da angeblich nur Spitzenverdiener betroffen wären, brächte das nicht viel Geld, aber großes Lob von der SPÖ.

Nun ist es schon sonderbar, dass mehr Gehälter als Arbeitsmonate bezahlt werden, anstatt ein Jahresgehalt durch zwölf zu dividieren. Das kommt daher, dass  der Staat seinen Bürgern nicht zutraut, dass sie sich   ihr Geld richtig einteilen. Und alle Spitzenverdiener, die die politische Debatte der letzten Monate verfolgt haben, wissen bereits, dass sie mit höheren Steuern rechnen müssen.

Aber Frau Fekter hat uns auch ein einfacheres Steuersystem versprochen – und plant doch wieder neue komplizierte Regelungen. Das freut die Steuerberater. Auch wenn die Zeit drängt: Jetzt wäre wirklich ein guter Anlass, das Steuersystem einfacher  zu machen.

Und bevor allzu große Freude aufkommt, dass es nur die „G’stopften“ trifft: Bisher wurde noch aus jeder Steueridee ein Belastungsprogramm für alle Steuerzahler.

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