André Heller spricht sich für Van der Bellen aus

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04/22/2016

"Wer SPÖ und ÖVP wählt, sponsert Straches Absichten"

Prominente Empfehlungen für die Hofburg-Anwärter von Heller, Leitner, Dvorak, Brauneder und Raidl.

Multikünstler André Heller, Anwältin Cattina Leitner, Ex-FPÖ-Politiker Wilhelm Brauneder, Schauspieler Felix Dvorak und Nationalbankpräsident Claus Raidl: Warum Sie ihren Hofburg-Favoriten allen dringend zur Bundespräsidenten-Wahl empfehlen.

Heller: FPÖ mit Van der Bellen stoppen

"Wir leben in einer Zeit, in der es keineswegs unwahrscheinlich ist, dass Österreich demnächst von einem FPÖ-Bundespräsidenten, einem FPÖ-Nationalratspräsidenten und einem FPÖ-Bundeskanzler regiert wird. Dies wäre ein Arbeitsergebnis, der jahrelangen politischen Fehler von SPÖ und ÖVP.

Allerdings besteht auch eine realistische Chance, wenigstens das Amt des Bundespräsidenten mit einer Persönlichkeit von hoher Qualität des Denkens und des Handelns zu besetzen, die ein relevantes, mutiges, unkorrumpierbares und weltgewandtes Gegengewicht zu den absehbaren FPÖ-Triumphen bilden würde: Prof. Alexander Van der Bellen. Wer am Sonntag die chancenlosen Kandidaten von SPÖ und ÖVP wählt, verschwendet seine wertvolle Stimme und sponsert die Absichten von HC Strache."

André Heller, Künstler

Leitner: Nur Griss kann Hofer verhindern

"Mit meiner Geldspende für Irmgard Griss wollte ich meinen Beitrag dazu leisten, dass unser Land eine parteipolitisch unabhängige, rechtlich denkende und erfahrene Bundespräsidentin erhält. Eine Frau, die frischen Wind bringt und die Interessen des Landes würdig und souverän vertritt.

Dabei wollte ich es auch bewenden lassen. Nunmehr geht es mir darum, jene Wählerinnen und Wähler, die zwischen ihr und Norbert Hofer schwanken, für Irmgard Griss zu gewinnen.

Österreich kann die zahlreichen globalen Herausforderungen nicht alleine, sondern nur gemeinsam mit anderen Staaten meistern. Denken wir nur an die Flüchtlingskrise oder den Terrorismus. Sich angesichts der wachsenden Bedrohung von der EU zu distanzieren und abzuschotten, halte ich für gefährlich. Hier vertraue ich auf die feste Stimme von Irmgard Griss für eine gemeinsame europäische Vorgehensweise. Alleine ihr Einsatz für einen flächendeckenden EU-Nachrichtendienst zeigt den Weg, den Österreich beschreiten sollte. Auch Alexander Van der Bellen und Andreas Khol sind überzeugte Europäer. Van der Bellen hätte Umfragen zufolge deutlich schlechtere Chancen gegen Norbert Hofer in der entscheidenden Stichwahl als Irmgard Griss. Und Andreas Khol liegt so weit hinten, dass eine Stimme für ihn eine verlorene Stimme wäre. Eine Stimme, die den Einzug von Griss in die Stichwahl verhindern könnte. Deshalb: Wir brauchen Irmgard Griss – für eine gemeinsame, europäische Friedensarbeit und eine seriöse, verlässliche sowie parteipolitisch unabhängige Vertretung der Interessen des Landes."

Cattina Leitner, Anwältin

Vorgänger Brauneder für Hofer wegen "politischer Erfahrung"

"Für Norbert Hofer spricht vieles, im Vergleich mit seinen Mitbewerbern alles. Von den Parteikandidaten ist seine Plakatwerbung besonders sparsam: keine mehrfachen Porträts, keine nostalgischen Landschaftsbilder sogar mit Hund. Seine Heimat-Parole ist nicht überraschend wie bei einem seiner Mitbewerber. Sein Hinweis auf die Möglichkeit des Bundespräsidenten zur Auflösung der Regierung ist verfassungskonform im Gegensatz zur Aussage eines Mitbewerbers, der bei einer Regierungsbildung an Ausgrenzung denkt. Hofer hat nie in Verkennung demokratischer Regeln andere Parteien außerhalb eines imaginären Verfassungsbogen gestellt. Dass sich Hofer im Burgenland mit zwei Volksgruppen zu seiner bekennt, ist Normalität. Schließlich verfügt er über für sein Amt notwendige politische Erfahrung: als Mitglied einer Landesregierung, was große Konsensbereitschaft erfordert, schließlich als III. Nationalratspräsident."

Wilhelm Brauneder, FP-NR-Präsident 1996–1999

Dvorak für Hundstorfer: "Der beste Bundespräsident, weil ..."

"Rudolf Hundstorfer wäre für mich der beste Bundespräsident, weil er zum Unterschied zu Norbert Hofer keiner Burschenschaft wie der Marko-Germania angehört und damit nicht einer "geschichtswidrigen Fiktion einer österreichischen Nation", und sich auch nicht, wie Norbert Hofer, einer "deutschen Kultur-Gemeinschaft" (Zitate aus Marko-Germania Festschrift) angehörig fühlt, sondern der demokratischen Republik Österreich und damit der europäischen Kulturgemeinschaft.

Rudolf Hundstorfer wäre für mich der beste Bundespräsident, weil er sich nicht wie Irmgard Griss hausbacken politisch uninformiert zeigt (sie kann sich nicht erinnern, ob sie Waldheim gewählt hat, und zeigte kein Gespür für die Gräueltaten der sogenannten Reichs- Kristallnacht), sondern ein jahrzehntelang erfahrener Politprofi ist.

Rudolf Hundstorfer wäre für mich der beste Bundespräsident, weil er sich nicht, wie Van der Bellen von seiner Partei, deren Vorsitzender dieser war, distanziert und plötzlich den Unabhängigen gibt, sondern ehrlich, offen und aufrecht zu seiner sozialdemokratischen Gesinnung steht.

Rudolf Hundstorfer wäre für mich der beste Bundespräsident, weil er sich nicht wie der Architekt der schwarz-blauen Regierung Andreas Kohl einem rechtskonservativem Weltbild verpflichtet fühlt, sondern ein in der Wolle gefärbter Demokrat ist, der immer, so es sein Amt als Bundespräsident erlaubt, aufseiten des "kleinen Mannes" stehen wird.

Rudolf Hundstorfer wäre für mich der beste Bundespräsident, weil er sich in schwierigen Situationen (Bawag und ÖGB) als perfekter Troubleshooter erwiesen hat und dieses Amt mit der dazugehörenden staatsmännischen Würde und Verantwortung ausführen wird. Rudolf Hundstorfer wäre für mich der beste Bundespräsident, weil ich ihn, auch privat als einen wunderbaren Menschen kennengelernt habe."

Felix Dvorak, Schauspieler

Raidl: Amt passt perfekt zu Khol

"Wie kann man eine Entscheidung treffen wen man wählen soll, wenn zur Bundespräsidentenwahl sechs Personen antreten?

Ganz einfach: Man vergleicht das Anforderungsprofil an einem Bundespräsidenten gem. Bundes-Verfassung (Art. 60ff) und die sich daraus ergebenden Aufgaben mit den politischen Erfahrungen und Kenntnissen der Kandidaten. Dieser "Anforderungs-Check" schließt alle jene Kandidaten aus, die glauben, nach dem Motto "Hoppla, da bin ich, ich kann alles" ein solches Amt übernehmen zu können. Auch Politik muss erlernt werden. Einem erfolgreichen Unternehmensleiter oder einer ehemaligen Richterin fehlen die politische Erfahrung und das Verstehen politischer Abläufe und Entscheidungsfindungsprozesse.

Wenn man nun diese Anforderungen mit den sich bewerbenden Persönlichkeiten vergleicht, bleibt für mich nur eine Wahl: Andreas Khol.

Man muss nicht in allen Punkten mit ihm übereinstimmen, aber er ist der einzige Kandidat der auf alle Fragen klar "Ja" oder "Nein" sagt, nicht herumlaviert und der auch nicht täglich seine Meinung ändert, so wie die anderen (einmal für TTIP einmal dagegen, einmal für Vermögenssteuern, dann wieder dagegen)!"

Claus Raidl, Nationalbankpräsident

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