Politik | Inland
23.03.2017

Häupl verlegt Sitzungen vor: Showdown am 5. April?

Spitzengremien überraschend um drei Wochen vorverlegt

Zur Überraschung vieler in der SPÖ-Wien hat Michael Häupl im Vorfeld des Landesparteitags die Parteigremien um drei Wochen vorverlegt. Statt am 27. April treten der Vorstand und der Wiener Ausschuss bereits am 5. April zusammen. Das bestätigt die Sprecherin der SPÖ-Wien dem KURIER. Anlass sei eine "Diskussion über die Leitanträge", dafür wolle Häupl mehr Zeit einräumen.

Tatsächlich dürfte es bei dem Termin aber um die Nachfolge-Frage gehen. Häupl selbst suggerierte dies am Donnerstag auf der Klubklausur, indem er einen Diskussionsprozess über Personelles für "die nächsten Tage, in zwei Wochen oder bis zum Sommer" ankündigte. Der 5. April ist in zwei Wochen.

Das Datum stimmt auch mit dem statutarischen Fristenlauf für den Parteitag überein, bis zum Palmwochenende muss der Wahlvorschlag für den Parteitag fertig sein, damit die Delegierten das SPÖ-Führungspersonal neu wählen können.

Eine Gruppe um Wohnbaustadtrat Michael Ludwig drängt auf eine Funktionstrennung. Häupl solle auf dem Parteitag am 29. April nicht mehr als SPÖ-Wien-Chef kandidieren, als Bürgermeister jedoch bis nach der Nationalratswahl im Amt bleiben. Bislang beharrt Häupl jedoch auf der Parteitags-Kandidatur.

Ein wichtiges Datum wird auch der 29. März sein. Da trifft sich die Rebellen-Gruppe mit Häupl und will ihn "nachdrücklich ersuchen", die "goldene Brücke" des zweistufigen Abgangs zu beschreiten. Beharrt Häupl weiter, "werden wir am 5. April über Personelles reden", heißt es seitens der Rebellen.