Austro-Canadian businessman and billionaire Frank Stronach talks during the official opening of his "Team Stronach" political party's parliamentary office in Vienna November 28, 2012. While Stronach has previously denied profiting from a controversial 1.7 billion Eurofighter deal with Austria, his Magna International did 350 million euros ($454 million) worth of business as a result of the deal, Austria's economy minister said. REUTERS/Heinz-Peter Bader (AUSTRIA - Tags: POLITICS BUSINESS)

© Reuters/HEINZ-PETER BADER

Interview
12/20/2012

Frank Stronach schimpft über Österreich

In einem Interview stellt Stronach Österreich als ein über seine Verhältnisse lebendes, korruptes Land dar.

Frank Stronach hat dem kanadischen Magazin Maclean’s ein Interview gegeben und stellt dabei Österreich als ein schwer über seine Verhältnisse lebendes, korruptes Land dar, das seine Schulden in vier Generationen wird abbauen müssen.

Warum er mit 80 Jahren in die Politik geht?

„Wenn mich meine Enkel jetzt fragen, ob ich versucht habe, die Gesellschaft zu verbessern, kann ich Ja sagen. Aber das ist kein Spiel. Früher machte ich Geld, 40 oder 50 Millionen im Jahr. Und jetzt kostet mich das vielleicht 20 Millionen Euro. Und wissen Sie, wenn du die politische Arena betrittst, da fliegen viele Giftpfeile auf dich.“

Warum er ausgerechnet in Österreich kandidiert, das er vor 60 Jahren verlassen hat? „Yeah, aber ich habe die letzten 20 Jahre viel Zeit dort verbracht. Ich habe ein weltweites Unternehmen aufgebaut. So kam ich ein bisschen näher ran an die politische Szene dort. Es ist ein kleines Land und ich glaube Europa hat ein ganz, ganz großes Problem.“

Die Feststellung, dass es Verwirrung über seine Rolle innerhalb seines Teams gebe, kontert Stronach so: „Ich sage ganz klar: Ich werde gewählt werden, ich werde ein Mitglied des Parlaments. Aber ich werde nicht der Premierminister oder der Bundeskanzler, wie die es nennen. Ein Premier muss 24 Stunden am Tag für sein Volk da sein, ich habe ein bestimmtes Alter, ich habe hart gearbeitet, und ich möchte auch noch leben. Ich möchte nur ein Programm machen, eine Charta mit ein paar Grundprinzipien und helfen, Wohlstand zu erreichen.“

Dass er einer Protestpartei vorstehe, weist er von sich: „Wissen Sie, die Medien da drüben werden von einer kleinen Gruppe von Menschen kontrolliert. Die meisten Zeitungen sind mit der regierenden Partei verbunden.“ Will er in eine Koalition? „Nein. Ich glaube, wenn wir mehr Aufmerksamkeit in den Medien bekommen, haben wir mehr Erfolg in der Bevölkerung. Und beim nächsten Mal bekommen wir die Mehrheit. Österreich hatte die letzten 50 Jahre eine Koalition, und jedes Jahr machten die ein großes Defizit, und jetzt werden sie bankrott gehen. Und hoffentlich kann ich das verhindern.“

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