Politik | Inland
05.09.2017

Fischer reist mit Mitterlehner nach China

Zehntägiger Trip. Der ehemalige Bundespräsident ist weiterhin außenpolitisch höchst aktiv.

Heinz Fischer setzt immer noch internationale Akzente. Während hierzulande wahlgekämpft wird, reist der ehemalige Bundespräsident heute, Mittwoch, an der Spitze einer hochrangigen Delegation nach China.

Der Gruppe gehört auch der ehemalige Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner an sowie der höchste Militär des Landes, Generalstabschef des Bundesheeres, Othmar Commenda.

Die Reise wird von den Gastgebern in Zusammenarbeit mit der österreichisch-chinesischen Gesellschaft organisiert, deren Vorsitzender Heinz Fischer ist.

Zuletzt 2015 in Peking

In Peking wird er voraussichtlich den stellvertretenden chinesischen Staatspräsidenten und Mitglied des Politbüros Li Yuanchao treffen und einen Vortrag zum Thema "Österreich-Europa-China" an der Universität halten. Zuletzt war Fischer als amtierendes Staatsoberhaupt Ende März 2015 in Peking.

Die Delegation aus Wien wird einige große Städte und Industrie-Zentren (Chengdu, Leshan, Chongqing, Jieyang und Shanghai) im Reich der Mitte besuchen und in Jieyang an einem chinesisch-österreichischisen Wirtschaftsforum teilnehmen.

Aber nicht nur international ist der Alt-Bundespräsident als Repräsentant Österreichs engagiert. Er ist der Regierungsbeauftragte für das Gedenken "100 Jahre Republik", das 2018 zelebriert wird. "Der 100. Geburtstag ist ein gewichtiges Ereignis, ein Markierungspunkt, um nach vorne zu blicken", sagte Fischer am Dienstag bei der Präsentation des Rahmenprogrammes für die Feierlichkeiten im nächsten Jahr.

Staatsakt in der Oper

Der Auftakt erfolgt am 11. Jänner 2018 im Wiener Rathaus, den glanzvollen Höhepunkt gibt es am 12. November in der Staatsoper. Dieses Datum ist symbolträchtig, wurde doch am 12. November 1918 die Republik Deutschösterreich ausgerufen. In diesem Jahr wurde auch das Frauenwahlrecht eingeführt.

Fischer betonte, dass die Feiern zum 100. Geburtstag der Republik auch eingebettet werden sollen in den österreichischen EU-Vorsitz in der zweiten Hälfte 2018. "Ich halte das europäische Projekt für unersetzbar."

Eingebunden in das Jubiläumsprojekt ist die gesamte Regierung, die Bundesländer, Museen, die Universitäten und das Bundesheer. Die Kosten sind mit vier Millionen Euro budgetiert.