Politik | Inland
20.10.2017

Farbenlehre: Schwarz-Blau? Oder lieber Türkis-Blau?

Aufbruch in neue Zeiten oder unliebsame Erinnerung? Wie neutral ist die neue Farbenlehre in Österreichs Innenpolitik?

Die Schwarz-Blaue Koalition von 2000 bis 2005 beschäftigt Österreich bis heute. Das Parlament in Form von mehreren Untersuchungsausschüssen (Tetron-Affäre, Eurofighter, Hypo). Und die Gerichte unter anderem in der Person von Karl-Heinz Grasser (der Prozess in der Causa Buwog und Linzer Terminal Tower dürfte noch im Dezember starten). Das sind, vorsichtig ausgedrückt, nicht unbedingt die besten Assoziationen.

Da trifft es sich doch gut, dass Schwarz-Blau ohnehin passé ist. Schließlich hat Sebastian Kurz der ÖVP einen neuen Anstrich verpasst. Türkis-Blau, diese Kombination klingt doch neu, und könnte denn auch für den von Kurz versprochenen "neuen Stil" in der Politik stehen.

Je nach Couleur wird deshalb auch die eine oder andere Farbe betont. Während Michael Häupl von den Roten vor "Schwarz-Blau" warnt, ist Türkis-Blau die Sprachregelung, die auch in den Medien Einzug gehalten hat. Welche Farbe sich eine Bewegung gibt, ist schließlich Sache der Bewegung alleine. Auf der anderen Seite: " Österreich hat einen türkisen Bundeskanzler" klingt doch etwas ungewohnt, oder?

Wie halten Sie's mit der neuen Farbenlehre? Sind die Schwarzen für Sie schon die Türkisen? Oder bleibt Schwarz schwarz? Stimmen Sie ab und diskutieren Sie im Forum mit.