Politik | Inland
20.03.2016

Ex-Unternehmer Klein und Ex-General Entacher werben für Rudolf Hundstorfer

Hofburg-Wahl. Zuwachs für Personenkomitee des roten Kandidaten. Und: SPÖ wirft Norbert Hofer vor, eine Staatskrise heraufbeschwören zu wollen.

Der eine ist Aufsichtsratsvorsitzender jenes Unternehmens, das die bekannteste Kräuter-Limonade des Landes produziert; der andere war Österreichs höchstrangiger Offizier. Beide unterstützen im Rennen um die Hofburg SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer. Der bisweilen schrill auftretende Almdudler-Erbe Thomas Klein und der streitbare, mittlerweile pensionierte Chef des Generalstabs, Edmund Entacher, sind im Personenkomitee des Ex-Sozialministers.

Auf die Frage, warum er Hundstorfer am 24. April wählen wird, antwortet Klein: "Weil ich ein sozial denkender Mensch bin. Weil ich für mich und unser Land Visionen habe. Weil Gerechtigkeit und Ehrgeiz für mich keine leeren Worte sind. Und weil ich glaube, dass der erste Mann im Staat all diese Attribute erfüllen sollte." Erwartungsgemäß mit einem militärischen Argument begründet General Entacher seine Wahl: "Der Bundespräsident ist nicht nur das Staatsoberhaupt unseres Landes, sondern auch Oberbefehlshaber des Bundesheeres – und trägt damit große Verantwortung für die Sicherheit der Republik und für die Zukunft des Heeres als solches." Hundstorfer habe beides bewiesen – und sei deshalb der beste Oberbefehlshaber für die heimische Armee.

Schelte für blauen Wahlwerber

Nicht Hundstorfer selbst, sondern SPÖ-Geschäftsführer Gerhard Schmid kritisiert FPÖ-Präsidentschaftswerber Norbert Hofer scharf. Dieser hat gesagt, er hätte die Regierung im Vorjahr wegen deren Asylpolitik entlassen, sofern er Staatsoberhaupt gewesen wäre. Die Koalitionäre hätten das Recht gebrochen, weil sie Flüchtlinge illegal durch das Land geschleust hätten. Schmid ist empört: Dass Hofer nach ideologischem Gutdünken Regierungen entlassen würde, sei "demokratiepolitisch untragbar – und würde zu einer Staatskrise führen". Hofer müsste eine neue Regierung ernennen, die im Parlament ohne Mehrheit, somit "nicht mehr als eine ihm gefällige und handlungsunfähige Marionettenregierung wäre".