Politik | Inland
11.03.2013

Ex-FPK-Spitze haftet für Parteischulden

Durch den enormen Wahlverlust schrumpfen auch die Parteigelder. Der Schuldenstand liegt bei etwa 4 Mio. Euo.

Das Rekordminus von 28 Prozent an Wählerstimmen hat für die ehemalige Führungsspitze der FPK noch ein weiteres Nachspiel: Wie berichtet, schrumpfen durch den Wahlverlust auch die Gelder für Partei und Klub der Freiheitlichen in Kärnten. Unterm Strich fließen nach dem Wahldebakel um fast 2,2 Millionen Euro weniger in die Parteikassa.

Der Schuldenstand der FPK – natürlich bei der Hypo Kärnten – soll rund vier Millionen Euro betragen. Damit nicht genug: Jörg Haider hatte noch im Jahr 2003 die Parteienförderung verpfändet, da er Geld für seine teuren Wahlkämpfe benötigte. Noch bis zum kommenden Jahr muss die FPK pro Quartal 90.000 Euro zurückzahlen. In Klagenfurt wird seit Tagen gemunkelt, die Partei sei längst zahlungsunfähig.

Das dürfte ein weiterer Grund sein, warum Ex-Landeshauptmann Gerhard Dörfler oder Landesrat Harald Dobernig nicht auf ihre Sitze im Landtag beziehungsweise auf ihre Posten in der Partei verzichten wollen: Sie sind laut den Verträgen mit der Hypo persönlich für die Parteischulden haftbar. Würden sie auf alles verzichten, sei die Gefahr groß, dass Neo-Parteichef Christian Ragger die Partei in Konkurs schickt – und Dörfler und Dobernig zahlen müssen. Für eine Stellungnahme waren die Funktionäre am Sonntag nicht erreichbar.