Politik | Inland 10.01.2012

Erster Unfall in der Rettungsgasse

Die neu eingeführte Rettungsgasse sorgt für irritierte Autofahrer. Asfinag-Experte Lautner beantwortete im KURIER-Chat die wichtigsten Fragen.

Gerade einmal fünf Tage dauerte es, bis es erstmals wegen der neu eingeführten Rettungsgasse auf der Autobahn krachte. Donnerstagvormittag nutzten Lkw-Lenker und andere rücksichtslose Verkehrsteilnehmer die von vielen Lenkern gebildete Rettungsgasse auf einem Zubringer zur A 1 in Oberösterreich als Überholspur. Die Folge davon war ein Auffahrunfall mit drei Fahrzeugen – es blieb zum Glück bei Sachschaden.

Am Montag wird es ernst

Ab Montag droht Ähnliches, denn da bereits bei zähflüssigem Verkehr immer eine Gasse offengehalten werden muss, könnte es auf den Wiener Stadteinfahrten – allen voran auf der Südosttangente und der A 2 – zu Drängeleien und Chaos kommen.

Vielfach regiert auch noch das Unwissen bei den Lenkern, die Automobilclubs werden derzeit mit Fragen bombardiert. Bei vielen Feuerwehren wird ernsthaft angefragt, ob auch für diese Platz gemacht werden muss, da es ja Rettungsgasse und nicht Feuerwehrgasse heißt.

"Wir strafen derzeit noch nicht, jetzt steht einmal die Öffentlichkeitsarbeit im Vordergrund", sagt Oberst Karl Wammerl von der Wiener Verkehrspolizei. Auch in Niederösterreich wollen die Beamten "zurückhaltend" vorgehen. Bisherige Erfahrungen haben gezeigt, dass die Rettungsgasse in Einzelfällen funktioniert, manchmal aber gar nicht. Vor allem bei drei Spuren wissen wenige, dass nur die ganz linke Spur nach links fährt. "In der Mitte fahren einige nach links und andere richtig nach rechts", berichtet ein Verkehrspolizist.

Bernhard Lautner von der Asfinag beantwortete im KURIER-Chat Fragen zum Thema Rettungsgasse. Hier finden Sie das Protokoll.

Weiterführende Links

( Kurier ) Erstellt am 10.01.2012