Das Logo des Studentenlokals "Cafe Rosa".

© APA/HERBERT PFARRHOFER

ÖH
01/22/2016

Die Ermittlungen wegen "Cafe Rosa" wurden eingestellt

Das "anti-heteronormatives" und "antikapitalistisches" Lokal kostete rund eine halbe Million Euro.

Die Staatsanwaltschaft erhebt keine Anklage wegen des Betriebs des gescheiterten Studentenbeisls "Cafe Rosa". Das Verfahren sei bereits im Sommer eingestellt worden, berichtete der Online-"Standard" am Freitag. Mit dem Projekt versenkte die linke ÖH-Spitze der Uni Wien rund eine halbe Million Euro - Folge waren unter anderem Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue.

Lokal ohne Konsumzwang

Mit dem im Mai 2011 gestarteten "Cafe Rosa" in der Währinger Straße in Wien-Alsergrund wollte die ÖH an der Uni Wien vor allem gesellschaftspolitische Ziele realisieren und fühlte sich Grundsätzen wie "anti-heteronormativ", "antikapitalistisch" und "antiklerikal" verpflichtet. Das Konzept eines Lokals ohne Konsumzwang ging jedoch nicht auf, nach einem knappen Jahr und einem Aufwand von rund 450.000 Euro kam das Aus. Im Nachhinein stellte die Kontrollkommission des Wissenschaftsministeriums noch fest, dass der Betrieb des Lokals ohne Zustimmung des Ministers unzulässig und die von der ÖH gewählte Konstruktion über einen zwischengeschalteten Verein ein Umgehungsgeschäft war.

Anschließend suchte die Uni-Studentenvertretung aus Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS), Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) und dem Kommunistischen StudentInnenverband - Linke Liste (KSV-LiLi) rund eineinhalb Jahre einen Nachfolger für den bis März 2016 laufenden Mietvertrag. Heute ist das ehemalige "Cafe Rosa" ein China-Restaurant.