Politik | Inland
14.02.2018

"Der soziale Friede ist in Gefahr"

Martin Strecha-Derkics von der Kabarett-Formation "Gebrüder Moped" über berechtigte Ängste, Sebastian Kurz' fehlende Visionen und das Frauenvolksbegehren

Nein, Martin Strecha-Derkics hat gerade keine rechte Freude mit dem Klima in der Gesellschaft.

"Es wird Angst geschürt, und das verstehe ich nicht", sagt die eine Hälfte der Kabarett-Formation Gebrüder Moped.

Strecha-Derkics ist Gast der KURIER-Interview-Reihe "Warum eigentlich?" und kann nur schwer akzeptieren, dass Politiker Angst befeuern, anstatt Ängste zu nehmen.

Das umso mehr, als es jede Menge Herausfoderungen gibt. "Die steigende Armut ist ein riesiges Thema", sagt Strecha-Derkics. "Aus meiner Sicht ist der soziale Friede in Österreich in Gefahr."

In diesem Zusammenhang kritisiert der Kabarettist auch die Politik von Bundeskanzler Sebastian Kurz und seiner türkis-blauen Bundesregierung: "Mir fehlt die Vision, ich vermisse einfach die Inhalte."

Das Frauenvolksbegehren hält Strecha-Derkics für wichtig und richtig. "Es sind viele No-na-net-Positionen dabei, ich sehe keinen Grund, warum man das Volksbegehren nicht unterstützen sollte. So lange Frauen de facto die gesamte unbezahlte Arbeit in unserer Gesellschaft erledigen aber nicht das gleiche verdienen wie Männer, besteht Handlungsbedarf."

Gibt es für ihn etwas, worüber er keine Witze machen würde? Religion? Minderheiten? Terrorismus?

"Wir treten nicht nach unten. Das geht gar nicht."