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29.11.2016

Mit Satire "wahlkämpfen"

Van der Bellen bellt, "Transsexuelle Moslems" kämpfen für Norbert Hofer. Auch für Satire gibt es genug Platz in diesem Wahlkampf.

Achtung, Satire! Nichts was Sie in diesem Artikel lesen ist wahr, alles erfunden. Der lange Wahlkampf um das Amt des Bundespräsidenten zwischen Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen gibt auch den mehr oder weniger talentierten Satirikern (mit rudimentären Photoshop-Kenntnissen) genug Chancen sich auszutoben. Der neueste Clou: "Transsexuelle Moslems für Norbert Hofer". Über die Facebook-Seite teilen die Macher Fotos mit Burka-tragenden bekannten Persönlichkeiten. Egal ob Ursülü Stencül oder Hünz-Mohammed Stracan, alle werden sie verhüllt.


Das Magazin Vice zitiert die Macher hinter der Seite mit: "Wir haben einfach überlegt, welche gesellschaftliche Randgruppe von Norbert Hofer noch weniger repräsentiert wird als Frauen. Da blieben eigentlich nur noch transsexuelle Moslems übrig. Das Gesellschafts- und Frauenbild der FPÖ ist dem von konservativen Muslimen ja nicht so unähnlich." Selbst beschreiben sie sich als: "Wir sind zwei linkslinke Gutmenschen, die seit dem VfGH-Urteil in einer Quarterlife-Crisis stecken und deshalb ihr Studium abgebrochen haben, um hauptberuflich Hasspostings auf Twitter zu verfassen."

In eine ähnliche Kerbe schlagen die Macher eines YouTube-Videos mit dem Titel "Norbert Hofer Wahlempfehlung", dass ein User mit dem Namen "Faschisti Rassisti" am Sonntag hochgeladen hat. Darin erklären "echte Österreicher" warum sie am 4. Dezember ihr Kreuz bei Norbert Hofer setzen.

Website lässt Van der Bellen bellen

Eine Recherche im Netz zeigt, vor allem der FPÖ-Kandidat ist das Ziel der Satire. Aber auch Van der Bellen wird - wenngleich weniger oft - durch den Kakao gezogen. Beispielsweise wurde ein Webseite ins Netz gestellt, die fragt: "Kann der bellen?" Achtung, Spoiler! Er kann.

Wahlplakate

Besonders beliebt im Netz ist die Umdichtung der Wahlplakate - und zwar auf beiden Seiten: