Nein der SPÖ zu überparteilichem Kandidaten Van der Bellen

© APA/GEORG HOCHMUTH

Bundespräsidenten-Wahl
12/02/2014

"Sehr gute Chancen für Van der Bellen"

Hofburg-Kandidatur: Die Grünen glauben, die Kandidaten anderer Parteien schlagen zu können.

von Karin Leitner

Auch wenn diese Abstimmung erst im Frühjahr 2016 ansteht – und davor vier Landtagswahlen zu schlagen sind: Die Hofburg-Wahl ist schon Teil der Planspiele der Parteien. Die Ökos sind vorgeprescht. Ein Schlenker von Vorfrau Eva Glawischnig in Richtung Alexander Van der Bellens Kandidatur wurde beim Grünen-Bundeskongress mit großem Beifall bedacht. Und Mandatar Peter Pilz plädierte via KURIER für Van der Bellen als Anwärter für das höchste Staatsamt: als Kandidat von Grünen, Roten und Schwarzen. Der Zuspruch freue ihn, sagt Van der Bellen, "aber das trägt noch keine Entscheidung". Trete er an, wolle er gewinnen; "Zählkandidat" werde er nicht sein.

In der Partei, die er einst geführt hat, glaubt man nicht, dass er ein solcher wäre. "Alle Umfragen zeigen, dass die Chancen für Alexander Van der Bellen sehr gut wären, in einen zweiten Wahlgang zu kommen – weil er über die Parteigrenzen hinweg anerkannt ist", sagt Grünen-Geschäftsführer Stefan Wallner zum KURIER. Sieg inklusive? "Die Wahrscheinlichkeit, dass er überproportional viele Stimmen von jenen bekommt, die im ersten Gang einen Kandidaten gewählt haben, der es nicht in den zweiten geschafft hat, ist sehr hoch."

Wie werten SPÖ und ÖVP die Präsidentschaftsgelüste der Ökos? Und Pilz’ Vorschlag, Van der Bellen zum Dreiparteien-Mann zu machen? Dort wie da ist man nicht auskunftsfreudig. "Wir beschäftigen uns noch nicht mit einer Wahl im Jahr 2016", heißt es in der ÖVP-Zentrale. Die Roten äußern sich zumindest zu Pilz’ Begehren. Geschäftsführer Norbert Darabos: "Die SPÖ wird auf jeden Fall eine eigene Kandidatin oder einen Kandidaten nominieren."

Den Grünen missfällt ein anderes Pilz’sches Ansinnen. "Schluss mit der Illusion von einem Dreibund mit den Neos nach der nächsten Wahl", hatte er der Parteispitze via KURIER ausgerichtet ("Können keinen Patienten mitschleppen"). Wallner: "Koalitionsdiskussionen sind nicht aktuell. Die Nationalratswahl ist erst 2018." Ausgeschlossen als Regierungspartner sei nur die FPÖ; "die inhaltliche Kooperation mit den Neos ist in manchen Bereichen gut".

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