Politik | Inland
06.11.2015

Blecha zieht Kritik an SPÖ-Spitze zurück

Pensionistenchef forderte Neugestaltung der Partei. Nun korrigiert er: "Stehe voll hinter Faymann."

Karl Blecha, Chef des SPÖ-Pensionistenverbandes, kann sich offenbar nicht entscheiden, ob er die rote Parteispitze kritisiert oder nicht. In einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung meinte er, dass die aktuelle Parteispitze nicht gestaltet, sondern nur verwaltet. In einer Aussendung betonte er dann aber, nicht über Personen diskutieren zu wollen.

"Verwalten kann nicht der Auftrag der SPÖ sein. Als Verwalterin wird sie nicht gebraucht", meinte er in der TT. Er forderte zudem eine programmatische Neuaufstellung der Partei.

"Diskutiere über Inhalte, nicht Personen"

In einer Aussendung zog der Pensionisten-Chef Freitagvormittag allerdings seine Kritik wieder zurück und bekräftigte, dass er "entgegen anderslautender Interpretationen" der Zeitung "voll hinter SPÖ-Vorsitzendem, Bundeskanzler Werner Faymann" stehe. "Wir diskutieren über Inhalte und Strukturreformen, nicht über Personen. Sehr wohl wird aber auch darüber nachgedacht, mit welchen Anforderungen das politische Personal künftig konfrontiert sein wird, um mit der Parteiarbeit vor Ort den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen zu sein", so Blecha.

Schieder gelassen

Gelassen hat SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder reagiert. Bei einer Pressekonferenz Freitagvormittag meinte der rote Fraktionschef, zu einem lebendigen politischen Leben gehöre Kritik dazu.