Legendäres Reise-Foto: Ex-AUA-Boss Alfred Ötsch, Ex-Minister Martin Bartenstein in kasachischer Tracht

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Politik von innen
07/31/2015

Bartenstein als schwarz-blauer Hofburg-Kandidat?

Im Rahmen schwarz-blauer Gespräche über eine Koalition in der Steiermark soll auch die Hofburg ein Thema gewesen sein.

von Daniela Kittner

Der KURIER erreicht Martin Bartenstein telefonisch in dessen Büro in den Lannacher Werken. Vergnügt und freundlich antwortet der ehemalige Wirtschaftsminister auf die KURIER-Frage, ob er für die Hofburg kandidieren wolle. "Das Gerücht habe ich gestern erstmals gehört", erwidert Bartenstein.

KURIER: "Haben Sie bei der FPÖ wegen einer Unterstützung vorgefühlt?" Bartenstein: "Diese Variante des Gerüchts ist mir ganz neu."

KURIER: "Lassen wir einmal das Thema Gerüchte beiseite, reden wir über Sie. Würden Sie für die Hofburg kandidieren wollen?" Bartenstein: "Also, jetzt überschreiten wir die Grenze, dass man Gerüchte nicht kommentieren soll. Auch nicht dementieren, denn da macht man sie nur größer."

Sein Dementi hätte der Vollprofi Bartenstein auch überzeugender formulieren können. Es bleibt der Eindruck, der Gedanke an die Hofburg gefällt dem Langzeit-Minister .

In Polit-Zirkeln kursiert jedenfalls folgende Geschichte: In die jüngsten Gespräche zwischen steirischen ÖVP-Exponenten und der FPÖ über Schwarzblau in der Steiermark sei auch Martin Bartenstein, immer schon ein überzeugter Schwarz-Blauer, involviert gewesen. Dabei sei auch das Thema Hofburg zur Sprache gekommen. Bartenstein soll eine allfällige Unterstützung durch die FPÖ ausgelotet haben. Für die Wahlkampfkosten, so soll der Industrielle gesagt haben, würde er selbst aufkommen.

Der Chef der steirischen FPÖ, Mario Kunasek, sagt: "Der Name Bartenstein ist in den Gesprächen nie gefallen." Im inneren Führungskreis der Bundes-FPÖ heißt es: "Bartenstein würden wir höchstens dann unterstützen, wenn es darum ginge, einen völlig inakzeptablen SPÖ-Kandidaten zu verhindern. Derzeit zeichnet sich aber keine solche Situation ab."

FPÖ-intern ist die Hofburg-Frage völlig offen, sogar ein Kandidaturverzicht wird nicht ausgeschlossen. Die FPÖ will abwarten, ob die Bundesregierung nach den Landtagswahlen in Wien und Oberösterreich in Neuwahlen taumelt. "Für Nationalratswahlen müssen wir einen Polster von sechs bis sieben Millionen aufbauen. Den haben wir noch nicht", heißt es in der FPÖ. Sollten sich Neuwahlen im Bund abzeichnen, könnte die FPÖ die Millionen für eine Hofburg-Wahl einsparen. Gespräche mit etwaigen Kandidaten – Rechnungshofpräsident Josef Moser, Volksanwalt Peter Fichtenbauer – will die FPÖ erst sehr spät führen.

Bartenstein würde jedenfalls für unterhaltsame Reise-Bilder sorgen – wie nebenstehendes aus Kasachstan 2007.

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