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Salzburg
08/26/2015

Freiheitliche Akademiker wollen "Arbeitslager"

"Millionen Neger" würden "ihr Analphabetentum" nach Europa bringen. FPÖ distanziert sich.

Der Freiheitliche Akademikerverband Salzburg hat am Mittwoch mit einem fragwürdigen Beitrag auf seiner Homepage für Aufregung in sozialen Netzwerken gesorgt. In dem Text mit dem Titel "Phasenplan für eine nachhaltige Rückwanderungspolitik" werden "Arbeitslager" für Ausweislose und Abzuschiebende vorgeschlagen und es ist von "Millionen Neger" die Rede, die nach Europa drängen.

"Millionen Neger"

"Millionen Neger wollen selbst aus Afrika weg, nach Europa, wo alles hier gratis und ohne Arbeit zu erhalten ist. Sie flüchten vor sich selbst, sie bringen ihr Unwissen, ihr Analphabetentum, ihren Haß (sic!) und Streit unter sich und ihren Haß auf uns Weiße nach Europa mit und Europa wird spätestens in 50 Jahren im Chaos und Sumpf enden, wie wir es heute in Südafrika sehen", heiß es auf der Homepage.

Weiters spricht sich der Freiheitliche Akademikerverband in dem Schreiben für die Errichtung von "Arbeitslagern" aus. "Abzuschiebende haben keinen Anspruch auf Sozialhilfe und sind bis zu ihrer faktischen Abschiebung in Arbeitslagern unterzubringen". Auch "Ausweislose" seien "in ein Arbeitslager" zu verbringen, "bis sich die entsprechenden Zuständigkeiten geklärt haben und eine Abschiebung möglich ist".

FPÖ auf Distanz

Die Salzburger FPÖ distanzierte sich von den Äußerungen. "Weder der Inhalt, geschweige denn die Wortwahl des sogenannten 'Phasenplans' decken sich mit der Parteilinie der Freiheitlichen", sagte Landesparteichef Andreas Schöppl. Der Freiheitliche Akademikerverband Salzburg ist bekanntermaßen keine Vorfeldorganisation der Freiheitlichen. Allein deshalb schon können dessen Aussagen nicht einfach der FPÖ zugeordnet werden", erklärte Schöppl.

Seitens von ÖVP und SPÖ zeigte man sich empört über "Rassismus, Hetze und Rechtsextremismus“ und die "unfassbaren Entgleisungen".

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