Politik | Inland
11.09.2017

2360 EU-Soldaten proben Einsatz in Allentsteig

Die Streitkräfte Österreichs, Ungarns und Tschechiens loten bis Freitag aus, wie gemeinsamer EU-Grenzschutz aussehen kann.

Wie der KURIER bereits berichtete, sind 2.360 Soldaten sind ab Montag im Einsatz am Truppenübungsplatz in Allentsteig im Einsatz. Am Freitag sollen die Schlussfolgerungen aus der gemeinsamen Übung den Ministern vorgestellt werden.

Die fünftägige Übung am großen niederösterreichischen Truppenübungsplatz hat den „Grenzschutz an einer fiktiven EU-Außengrenze“ zum Inhalt, erläuterte der Pressesprecher des Kommandos Landstreitkräfte, Pierre Kugelweis.

Das Mittelmeer kann im Waldviertel nicht aufgeboten werden, aber immerhin soll der Fluss Kamp von den Einsatzkräften gesichert werden. Für Realitätsnähe sorgen 800 Flüchtlingsdarsteller. Eingesetzt werden Geräte zur Grenzüberwachung, wie Wärmebildkameras, Sensoren, Drohnen oder ein Luftaufklärungsflugzeug, das Bilder auf den Boden funkt, erläuterte Kugelweis. Ziel der Übung sei es, auszuloten, welchen Beitrag das Militär zu einem Grenzschutzeinsatz leisten könne. Zugleich betonte er, dass ein solcher Einsatz jedenfalls auch eine zivile Komponente haben werde und nur auf Ersuchen des betroffenen Staates stattfinden könne.

Das Bundesheer ist mit 2.200 Personen präsent, die das gesamte Spektrum der österreichischen Streitkräfte repräsentieren. Dazu kommen 160 Soldaten aus den beiden Nachbarländern sowie Beobachter aus weiteren Ländern. Die Übung „COOPSEC17“ (Cooperative Security 17) wird amFreitag abgeschlossen. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) wird gemeinsam mit seinen Amtskollegen Martin Stropnicky (Tschechien) und Istvan Simicsko (Ungarn) die Übung besuchen, gegen 13.00 Uhr ist eine Pressekonferenz geplant.