"Homo-Propaganda": Festnahmen in Russland

Gay rights activists hold a rainbow flag during gay rights rally in central Moscow, Russia 01 October 2011
Foto: EPA YURI KOCHETKOV Aktivisten beim Protest gegen die Ausgrenzung Homosexueller

Das umstrittene Anti-Homosexuellen-Gesetz in Russland sorgt für erste Festnahmen: In Petersburg wurden zwei Aktivisten inhaftiert.

Erst Ende Februar ist in St. Petersburg ein Gesetz erlassen worden, dass das öffentliche Reden über Homosexualität verbietet – jetzt hat es bereits die ersten Verhaftungen gegegeben: Wie die russischen Agentur Interfax meldet, seien zwei Aktivisten in der Newa-Metropole von der Polizei in Gewahrsam genommen worden.

Die beiden Aktivisten hätten auf einer Hauptstraße im Stadtzentrum der Touristenstadt Plakate mit der Aufschrift "Homosexualität ist normal" hochgehalten, meldete die Agentur am Freitag unter Berufung auf Justizkreise. Den beiden jungen Menschen droht nun eine Geldstrafe: Mit bis zu 500.000 Rubel, umgerechnet 12.500 Euro, könne man wegen des Vergehens belangt werden.

Keine Einreise für Madonna

Nicht nur in St. Petersburg, sondern auch in Rest-Russland soll die öffentliche Debatte über Themen wie  Homo-, Bi- und Transsexualität künftig unter Strafe gestellt werden: In der Duma wird derzeit über eine landesweite Einführung des umstrittenen Gesetzes beraten.

Außerhalb der Grenzen Russlands hat die Ankündigung dieses Vorhabens für Proteste gesorgt – nicht nur auf politischer Ebene: Auch Popstar Madonna will sich mit einem Konzert in Petersburg, das im Sommer stattfinden soll, dagegen aussprechen – bereits jetzt fordern russische Geistliche allerdings, ihr die Einreise zu verweigern.

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(apa, ria novosti, interfax / ep) Erstellt am
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