Politik
22.04.2012

Gleiche Gehälter für Unterstufenlehrer

Im Dienstrecht sind einige Änderungen geplant. So sollen etwa Lehrer in Hauptfächern mehr Geld bekommen.

Lehrer an den AHS-Unterstufe und den Hauptschulen bzw. Neuen Mittelschulen (NMS) sollen künftig die gleichen Einstiegsgehälter bekommen, kündigt das Unterrichtsministerium an.

Immerhin gebe es an der AHS-Unterstufe und der NMS, die bis 2018/’19 flächendeckend die Hauptschulen ersetzen soll, idente Bildungsziele und fast den selben Lehrplan. Auch für die AHS-Oberstufe und die berufsbildenden höheren Schulen (BHS) soll es demnach gleiche Einstiegsgehälter geben.

Derzeit verdienen Landeslehrer (Volks-, Haupt- und Sonderschule), die an den Pädagogischen Hochschulen ausgebildet werden, rund 15 Prozent weniger als die Bundeslehrer mit ihren Uni-Abschlüssen (AHS; berufsbildende mittlere und höhere Schulen).

Systemänderung

Künftig sollen die Lehrer der Sekundarstufe 1 (AHS-Unterstufe, NMS und Hauptschule) bzw. Sekundarstufe 2 (AHS, BHS) nicht nur gleich viel verdienen. Sie sollen auch nicht mehr nach Stunden, sondern nach Funktion bezahlt werden: Bisher mussten Lehrer in Schularbeitsgegenständen etwas weniger unterrichten als Kollegen mit Fächern wie etwa Geografie oder Turnen. Dabei sind die Regelungen auch noch je nach Schultyp unterschiedlich. Künftig sollen Lehrer in Hauptfächern (Mathe, Deutsch etc.) indes nicht mehr weniger arbeiten, sondern mehr Geld bekommen. "So wird die Verhandlungsposition höchstwahrscheinlich aussehen", heißt es laut APA aus Schmieds Büro.

Die Verhandlungen des Regierungsteams – bestehend aus Schmied, Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) – mit der Lehrergewerkschaft sollen im Mai stattfinden. Bei einer Klausur soll so lange verhandelt werden, bis eine Einigung steht. Die Position der Gewerkschaft lautet, es dürfe zu keinen finanziellen Einbußen kommen.

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