Politik
19.01.2012

Geisterfahrer: Kein Todesfall 2011

Die Anzahl der Geisterfahrer war im vergangen Jahr rückläufig. Erstmals seit 1987 gab es keine Toten zu beklagen.

Der erfreulichste Aspekt zuerst: 2011 gab es keinen durch Geisterfahrer verursachten Todesfall auf Österreichs Straßen. Auch die Zahl der Geisterfahrermeldungen ist im Vorjahr auf ein Rekordtief gesunken.

366 Warnungen bedeuten einen Rückgang um neun Prozent gegenüber 2010 (402) und die wenigsten Warnungen seit Beginn der Aufzeichnungen 1994. Erstmals seit 1987 kam in einem Jahr durch Geisterfahrer keine einzige Person ums Leben.

Oktober als Geisterfahrermonat

Der stärkste Monat war der Oktober mit 52 Meldungen, der schwächste der März mit zehn. Das Bundesländerranking wird seit 2008 von Niederösterreich angeführt, obwohl sich die Zahl der Geisterfahrer dort um rund ein Zehntel verringert hat. Auf Rang Zwei folgt die Steiermark, danach Oberösterreich. Am Ende der Reihung liegt das Burgenland.

Die Südautobahn (A2) blieb im Vorjahr - aufgrund ihrer größten Gesamtlänge - in absoluten Zahlen jene Autobahn mit den meisten Geisterfahrern. In Relation zur Gesamtlänge "siegte" die Nordautobahn (A5). Das am stärksten betroffene Teilstück war die Semmering Schnellstraße (S6) im steirischen Abschnitt mit 15 Meldungen. Der Sonntag war jener Wochentag mit den meisten Warnungen.

Das Geisterfahrer-Ranking im Detail

1.(1.) Niederösterreich 107 Meldungen (2010: 120 / -10,8%)
2.(3.) Steiermark 80 Meldungen (2010: 71 / +12,7%)
3.(2.) Oberösterreich 45 Meldungen (2010: 72 / -37,5%)
4.(5.) Tirol 39 Meldungen (2010: 39 / keine Veränderung)
5.(6.) Salzburg 28 Meldungen (2010: 24 / +16,7%)
6.(4.) Kärnten 26 Meldungen (2010: 42 / -38,1%)
7.(7.) Wien 17 Meldungen (2010: 13 / +30,8%)
8.(8.) Vorarlberg 16 Meldungen (2010: 12 / +33,3%)
9.(9.) Burgenland 8 Meldungen (2010: 9 / -11,1%)