FPÖ-Parteispitzen verteidigen die Marokko-Sujets

APA/ROBERT PARIGGERAPA7406954-2 - 30032012 - INNSBRUCK - ÖSTERREICH: ZU APA 067 CI - Eine Frau mit Regenschirm steht vor einem FPÖ-Plakat mit dem Slogan "Heimat-Liebe statt Marokkaner-Diebe" zur Innsbrucker Gemeinderatswahl am Freitag, 30. März 2012, am C
Foto: APA/ROBERT PARIGGER Plakat des Tiroler FPÖ-Politikers Penz: "Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe"

Die Parteispitzen der FPÖ haben am Montag die umstrittenen Plakate der Innsbrucker FPÖ-Fraktion verteidigt.

Wie der KURIER berichtete, ließ der Innsbrucker FPÖ-Kandidat August Penz für die bevorstehende Gemeinderatswahl ein Sujet mit dem Slogan "Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe" affichieren. Nach heftigen Protesten im In- wie Ausland hatte Penz erklärt, die Plakate überkleben zu lassen.

Inhaltlich verteidigten am Montag freilich sowohl die Bundes- wie auch die Landespartei den Slogan.

"Wir haben ein massives Problem aufzeigen wollen", sagte der Tiroler FPÖ-Chef Gerald Hauser. Die offizielle Kritik des Staates Marokkos wollte er nicht gelten lassen: "Ich lade Marokko höflich ein, seine Kriminellen zurückzunehmen".

Es müsse sich auch nicht das marokkanische Volk angesprochen fühlen, sondern nur die Kriminellen: "Ein Dieb bleibt ein Dieb".

Auch FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky kann nichts Böses am Slogan finden: Das Problem in Innsbruck sei "brisant", darauf aufmerksam zu machen ein legitimes Ausdrucksmittel der Politik. Die Entscheidung, die Plakate zu wechseln, liege aber im Ermessen der Parteifreunde.

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(kurier / KURIER) Erstellt am
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