Politik
23.12.2011

Familie findet Kind nach 7 Jahren wieder

In Indonesien tauchte die nach dem Tsunami totgeglaubte Meri wieder auf. Ihre Mutter erkannte sie am Muttermal auf ihrer Stirn.

Eine unglaubliche Geschichte zur Weihnachtszeit: Sieben Jahre nach dem verheerenden Tsunami im Indischen Ozean ist ein totgeglaubtes Mädchen wieder aufgetaucht. Das Mädchen sei von einer allein stehenden Mutter aufgezogen worden, die es zum Betteln gezwungen habe, berichtete ihr Großvater Ibrahim am Freitag telefonisch aus Meulaboh, dem Heimatort der Familie.

Die heute 14 Jahre alte Meri Yulanda, auch Wati genannt, war nach Angaben ihres Großvaters vor ein paar Tagen in Meulaboh aufgetaucht. Sie sagte zu den Anrainern, sie suche ihre Familie. Sie erinnerte sich nur an den Namen des Großvaters: Ibrahim. Ein Bekannter berichtete Ibrahim davon, der wie viele Indonesier nur einen Namen hat. Ibrahim dachte nach eigenen Angaben sofort an seine Enkelin. Er holte sofort die Mutter Yusnidar, die das Mädchen unter anderem an einem Muttermal auf der Stirn erkannte.

Der Ort in der Provinz Aceh auf Sumatra war am 26. Dezember 2004 von meterhohen Tsunamiwellen überrollt worden. Hunderte Menschen kamen uns Leben. Die Eltern hatten versucht, ihre drei Kinder zu retten, als die Wassermassen kamen, doch wurde die damals siebenjährige Yulanda von ihnen getrennt. Die Eltern konnten sie auch in den folgenden Tagen nicht finden und dachten, sie wäre tot. Das Mädchen hat nach Angaben des Großvaters ein schweres Los getroffen. "Meine Enkelin wurde gezwungen, zu betteln. Sie wurde geschlagen, wenn sie nicht genügend Geld nach Hause brachte", sagte er.