Politik 22.03.2012

Ethikunterricht unter der Lupe

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Bis zum Herbst soll eine Analyse des Unterrichtsfachs Ethik vorliegen. Davon hängt dann das weitere Vorgehen ab.

Das Unterrichtsministerium will bis zum Herbst eine Analyse der derzeit laufenden Schulversuche zum Unterrichtsfach Ethik vorlegen. Diese soll - wie bei der parlamentarischen Enquete im vergangenen Mai beschlossen - zur Beratung des weiteren Vorgehens an den zuständigen Ausschuss weitergeleitet werden, heißt es aus dem Unterrichtsministerium.

Es solle nach einem praktikablen Modell gesucht werden, das auch flächendeckend umsetzbar wäre. Das Hauptproblem bei der Einführung eines solchen neuen Fachs sei allerdings, dass dieses nicht im Budget vorgesehen ist.

"Keine Bestrafung"

Forderungen wie jene der ÖVP und von Wiener Jugendorganisationen (Katholischer Jugend, VP-naher Schülerunion, Muslimischer Jugend und Evangelischer Jugend) nach einem Pflichtfach Ethik für alle Schüler, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen, werden von Unterrichtsministerin Claudia Schmied allerdings weiter abgelehnt. "Das darf keine Bestrafung für Kinder sein, die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben", so ihr Sprecher.

Erstellt am 22.03.2012