Politik 21.03.2012

Ein Toter bei Zugunfall in Kärnten

© Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER

Im Wolfsberger Stadtgebiet kollidierte ein Pkw mit einem Zug. Bei einem Unfall mit der Badner Bahn wurde eine 23-Jährige schwer verletzt.

Ein 88 Jahre alter Autofahrer ist am Mittwochvormittag bei einer Kollision mit einem Güterzug im Stadtgebiet von Wolfsberg in Kärnten ums Leben gekommen. Der Pensionist aus dem Bezirk Wolfsberg dürfte die Lichtsignale am unbeschrankten Übergang in Reding übersehen oder missachtet haben. Für ihn kam jede Hilfe zu spät, nachdem das 870-Tonnen-Schienenfahrzeug seinen Mercedes gerammt hatte. "Das Auto wurde mehr als 40 Meter weggeschleudert", sagte ÖBB-Sprecher Christoph Posch.

Der Lokführer des 300 Meter langen Güterzuges mit 15 Waggons leitete eine Schnellbremsung ein und sendete akustische Warnsignale, die das Unglück aber nicht mehr verhinderten. "Es sind hunderte Meter Weg nötig, um einen so schweren Zug zu stoppen", erklärte Posch. Der Zug war rund 50 Stundenkilometer schnell unterwegs. Die Diesellok wurde schwer beschädigt.

"Für uns ist es unverständlich, warum die Lichtsignale auf Bahnübergängen ignoriert werden. Der heutige Unfall zeigt, was dann passieren kann", so Posch, der seine Anteilnahme am Tod des Pensionisten bekundete.

Erst Anfang März wurde ein 82 Jahre alter Autofahrer aus St. Jakob bei einer Kollision mit einem Personenzug in seinem Heimatort getötet. Der Mann dürfte ebenfalls das Rotlicht auf der technisch gesicherten, unbeschrankten Eisenbahnkreuzung übersehen haben. Trotz Notbremsung des Zugs wurde der Pkw auf der Beifahrerseite erfasst, einige Meter mitgeschleift und mit der Front gegen einen Oberleitungsmasten geschleudert.

Baden: Ebenfalls Rotlicht übersehen

Eine Schwerverletzte hat ein Zusammenstoß von einem Pkw und einem Zug der Badner Bahn am Dienstagabend gefordert. Der Unfall passierte kurz vor 21.00 Uhr in Tribuswinkel (Bezirk Baden). Eine 23-Jährige war laut Polizei trotz Rotlicht bei der Signalanlage des Bahnübergangs mit ihrem Wagen in die Kreuzung eingefahren und von der Lok erfasst worden. Das Fahrzeug wurde 15 Meter mitgeschleift, bevor es vom Zug gegen einen Betonmasten der Oberleitung gedrückt wurde, der daraufhin umfiel und auf die hintere Bahngarnitur stürzte. Die Frau wurde im Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Sie wurde ins Landesklinikum Thermenregion Baden gebracht. Passagiere der Badner Bahn seien nicht verletzt worden, so die Exekutive. Die Oberleitung und die Zuggarnitur wurden allerdings beschädigt.

Glimpflicher Ausgang

Wesentlich glimpflicher ist ein Unfall am gestrigen Dienstag ausgegangen: Ein 31 Jahre alter Kärntner prallte in der Früh in Puch mit seinem Auto gegen die Lokomotive eines Güterzugs . Er hatte offenbar den von Spittal in Richtung Villach fahrenden Zug übersehen. Der Lokführer kam mit dem Schrecken davon, der Autofahrer aus Weißenstein an der Drau erlitt leichte Verletzungen.

Erstellt am 21.03.2012