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Politik
12/05/2011

Ein Toter bei Unruhen im Westjordanland

Bei Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften wurde ein 33-jähriger Mann erschossen.

Kurz vor der Rede von Palästinenser-Präsident Abbas vor der UNO kam es im Westjordanland zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. In Nablus wurde ein 33-jähriger Mann erschossen, andernorts setzte Israel Tränengas ein. In der "Hauptstadt" des Westjordanlandes, Ramallah, versammelten sich mehr als 10.000 Demonstranten auf dem Arafat-Platz, um zu "feiern", wie es hieß. Es war eine Kundgebung zur Unterstützung von Präsident Mahmud Abbas und dessen Initiative Palästina als 194. UN-Mitglied aufzunehmen.

Ungewisse Zukunft

Die UN-Initiative lässt noch zu viele Unbekannte offen, um echte Hoffnung und Begeisterung zu wecken - oder auch echten Frust: "Ich hab so etwas wie Hoffnung, aber keine Erwartung", erläutert Masin, der Besitzer eines Schuhladens in einer Seitenstraße von Ramallah, seine Skepsis.

Umgekehrt lösen da auch Drohungen israelischer Politiker mit Annexion von Gebieten und Geldstopp wenig aus. "Die wissen genau, dass Abbas die Autonomie auch einfach stilllegen kann", meint Computerexpertin Rula, "dann müssten die Israelis wieder für alles sorgen, was sie auf keinen Fall wollen." Dann müssten sie Polizei und Armee ihren Personalstand tagtäglich aufstocken wie am Freitag. "Für alle Fälle" standen allein in Jerusalem 22.000 Mann und Frau in Uniform und Zivil bereit. Bis zum Nachmittag ohne große Zwischenfälle. Trotzdem: Alarmstufe 3 C blieb in Kraft. Die nächste wäre 4 und die höchste.

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