Politik
12/05/2011

Ein deutscher Hilferuf

Den Rücktritt eines deutschen EU-Notenbankers müssen wir ernst nehmen.

von Helmut Brandstätter

Bei der Gründung der Bundesrepublik nach dem 2. Weltkrieg haben historische Erfahrungen eine große Rolle gespielt. Den Deutschen saß die Hyperinflation der 1920er-Jahre noch tief im Nacken. Damals gab es Geldscheine mit der Aufschrift 100 Billionen Mark, die aber kaum etwas wert waren.

Die deutsche Bundesbank musste also auf Preisstabilität achten - politisch völlig unabhängig.
Bei der Euro-Einführung wurde den Deutschen, und auch uns Österreichern, versprochen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) genauso unabhängig auf stabile Preise achten werde, wie zuvor die Bundesbank. Seit dem Rücktritt von Jürgen Stark, Chefvolkswirt der EZB, wissen wir, dass wir seit einiger Zeit belogen werden. Die EZB lässt sich politisch gängeln, und unter dem künftigen Präsidenten, dem Italiener Draghi, wird das nicht besser. Jürgen Stark ist der Inbegriff des verantwortungsvollen deutschen Beamten. Wenn er an die Öffentlichkeit geht, dann ist bei der EZB Feuer am Dach.

Jetzt erwarten wir von der EZB ein klares Signal der Unabhängigkeit, auch vom österreichischen Notenbanker Ewald Nowotny. Wir werden sehen, ob die Flucht in Gold und Immobilien und ein weiterer Absturz der Börsen überhaupt noch aufzuhalten sind.

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