Dubai: 28 Todesurteile in einem Jahr

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Amnesty International (AI) oder andere Einrichtungen dürfen vor Ort nicht recherchieren.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gibt es keine freien Wahlen. Das Land wird patriarchalisch von Stämmen regiert. Amnesty International (AI) oder andere Einrichtungen dürfen vor Ort nicht recherchieren.

Politische Gefangene werden laut AI monatelang inhaftiert, ohne Kontakt zur Außenwelt. Die Anti-Terror-Gesetzgebung nach dem 11. September hat dies noch verschärft. Massive Kritik gibt es an den Arbeitsbedingungen von 500.000 Migranten aus Indien, Pakistan oder Bangladesch. Die Arbeiter müssen oft bis zu zwei Jahre ihren geringen Lohn abliefern, um das Visum und die Einreise zu finanzieren. Gewerkschaften sind nach wie vor verboten. Sicherheitsstandards auf Baustellen werden ignoriert.

Alleine im Jahr 2010 wurde dem AI-Jahresbericht zufolge 28 Mal die Todesstrafe verhängt. Berichte über Hinrichtungen gibt es nicht. Zumeist wird der Tod durch Erschießen oder den Strang in eine lebenslange Haft umgewandelt. Eine Vielzahl von Delikten wird mit Prügelstrafen oder Peitschenhieben geahndet. Überdies gibt es Berichte von Folterungen in Gefängnissen.

Föderation: Ein Staat aus sieben Emiraten

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind eine Föderation aus sieben Emiraten (Abu Dhabi, Adschman, Dubai, Fudschaira, Ra's al-Chaima, Schardscha, Umm al-Qaiwain) mit 4,7 Millionen Einwohnern. Die größte Stadt ist Dubai, die Hauptstadt Abu Dhabi. Die VAE zählen zu den am weitesten entwickelten Volkswirtschaften. Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt von 32.747 Euro (Österreich: 32.140 € pro Kopf).

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(kurier) Erstellt am
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