Politik 31.12.2011

Doping-Dealer-Pärchen in Kärnten verhaftet

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Das Paar soll seit 2000 für knapp 50 Millionen Dollar Steroide über das Web vertrieben haben.

Eine Gruppe von Dopinghändlern soll seit dem Jahr 2000 über mehrere Webseiten international Steroide vertrieben und damit einen Gewinn von mindestens 50 Millionen US-Dollar (38,6 Mio. Euro) erzielt haben. Die mutmaßlichen Drahtzieher, ein Ehepaar aus Slowenien, wurden in Kärnten festgenommen, bestätigte am Samstag die Sprecherin des Bundeskriminalamts, Silvia Strasser, der APA.

Alenka K. (33) und Mihael (36) K. sollen weltweit mit verbotenen Steroiden gedealt haben. Sie benutzten dazu zahlreiche Internetseiten, die oft nach einiger Zeit wieder vom Netz genommen wurden. Auf die Spur des Paares haben sich schließlich amerikanische Behörden geheftet. Das US-Justizministerium stellte Mitte 2011 ein Rechtshilfeersuchen an Österreich zwecks Festnahme und Auslieferung der Verdächtigen.

 

 

Ohne Widerstand

Alenka und Mihael K. hielten sich in Österreich auf. Den Erlös aus den illegalen Geschäften sollen sie den Behörden zufolge über zahlreiche Strohfirmen reingewaschen und zum größten Teil in Immobilien investiert haben. So ließen sie eine Traumvilla im Wert von rund fünf Millionen Euro in Bad Kleinkirchheim in Kärnten errichten. Dort wurde das Duo auch am 27. Dezember vom Referat für Dopingbekämpfung im Bundeskriminalamt mit Unterstützung der Cobra festgenommen, berichtete Strasser.

Über die Vernetzung der Firmen und den näheren Modus Operandi gab die Sprecherin keine Auskunft: "Dazu kann ich nichts sagen." Es würden außerdem noch Ermittlungen gegen Mittäter laufen. Auch hier hieß es: "Dazu kann ich nichts sagen." Strasser betonte jedoch, dass es sich bei den Festgenommenen mit ziemlicher Sicherheit um die "Köpfe der Gruppe" handelt.

Die Lokalisierung der Verdächtigen, die bei dem Zugriff der Exekutive keinen Widerstand leisteten, ist durch "ständigen Erkenntnisaustausch mit den US-Behörden und den italienischen Carabinieri" gelungen, teilte das Bundeskriminalamt mit. "Die italienischen Behörden waren in dem Fall stark engagiert", so Strasser, ohne die näheren Hintergründe zu nennen. Es wurde Auslieferungshaft verhängt.

Erstellt am 31.12.2011