Der Weltuntergang fällt heuer aus

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Foto: REUTERS Ein Anhänger Campings in "besseren" Tagen als der Weltuntergang angeblich noch bevorstand.

Nachdem schon drei seiner Untergangstermine nicht gehalten haben, hat ein 90-jähriger US-Apokalyptiker Entwarnung gegeben.

Harold Camping Foto: dapd Harold Camping ist prophezeiungsmüde.

Der Weltuntergang fällt aus und zwar nicht nur dieses Jahr sondern grundsätzlich: Zu dieser Erkenntnis kommt US-Prediger Harold Camping, wie Spiegel Online am Sonntag berichtete. Der 90-jährig (Ex-)Apokalyptiker aus Kalifornien hatte jahrzehntelang vor dem Jüngsten Gericht gewarnt und dieses auch terminlich festgesetzt. Nun gab er sich plötzlich prophezeiungsmüde. Er sehe keine neuen Hinweise auf ein baldiges Ende der Erdbevölkerung, so Camping. Außerdem würde er auch nicht mehr nach weiteren Zeichen für die Apokalypse Ausschau halten.

Camping ist ein amerikanischer Radio-Prediger und war von 1958 bis 2011 Präsident des christlichen Radiosenders Family Radio.

Schon dreimal danebengelegen

Demo Foto: dapd Campings frühere Prophezeiungen führten nicht selten zu Gegendemonstrationen.

Laut seiner ursprünglichen Berechnung sollte die Welt bereits 1988 ihren Betrieb einstellen. Als es in dem Jahr nicht zu der erwarteten Katastrophe kam, gab er den 21. Mai 2011 als neue Endzeit an. Da dieses Datum ebenfalls ohne Armageddon verstrich, folgte der 21. Oktober des vergangenen Jahres als Ausweichtermin. Auch dieser Tag ging ohne Weltuntergang über die Bühne.

Campings treue Anhänger waren aufgrund der nicht eintreffenden Apokalypse am Boden zerstört. Viele hatten im Vorfeld des erwartenden Weltuntergangs nicht nur ihren Job gekündigt, sondern auch teilweise ihr gesamtes Vermögen dem US-Prediger gespendet. Der Kalifornier benutzte die zahlreichen Dollar-Millionen dazu, um auf mehr als 5000 Plakatwänden vor der vermeintlichen Katastrophe die US-Bevölkerung zu warnen.

Camping gestand auf seiner offiziellen Web-Seite ein, durch die Geschehnisse am 21. Mai Demut gelernt zu haben. "Wir müssen offen zugeben, dass wir keine neuen Hinweise auf das Ende der Welt haben", teilte der 90-Jährige mit. Die angeblich von den Mayas für den 21. Dezember 2012 prophezeite Apokalypse ließ er unkommentiert.

(apa / mn) Erstellt am
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