Der gute Liberalismus

Helmut Brandstätter
Foto: KURIER Helmut Brandstätter

Bei Wahlen tun sich liberale Parteien schwer, die Grundsätze brauchen wir.

Wir leben in einer Zeit der großen politischen Veränderungen. Das gilt nicht nur für Österreich, wo sich ein Fünftel nach neuen Parteien sehnt und einen Strauß an bunten Angeboten erhalten wird.

In Deutschland gehörte die liberale FDP zu den Gründungsparteien der Bundesrepublik. Der erste Staatschef war der FDP-Politiker Theodor Heuss, bei den ersten Wahlen erreichte die FDP rund 12 Prozent, sie war an fast allen Regierungen beteiligt. Nach der Niederlage im Saarland scheint das Ende der FDP gekommen.

Das ist schade, denn das bedeutet eine Gefahr für den politischen Liberalismus in unserem Sprachraum. In Deutschland waren die Erben der Aufklärung stets erfolgreicher als in Österreich. Hierzulande tat sich der Liberalismus immer schwer. Jetzt wird die Parteienlandschaft auch bei uns immer bunter, die allgemeine Verwirrung wird größer, da werden liberale Grundsätze noch mehr fehlen: das klare Bekenntnis zum Rechtsstaat, die Marktwirtschaft, die Freiheit des Einzelnen, aber auch die Verantwortung des Individuums.

Mit Grundsätzen alleine lassen sich keine Wahlen gewinnen, mit Stabilität schon eher. Die Prinzipien des Liberalismus halten unseren Staat noch aufrecht, auch wenn uns das nicht täglich bewusst ist.

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(kurier) Erstellt am
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