"Der böse Geist des österreichischen Fußballs"
Wenn es um Peter Svetits geht, verliert der sonst so diplomatische Josef Hickersberger jede Zurückhaltung.
Svetits ist der böse Geist im österreichischen Fußball. Man wäre gut beraten, ihn von allen Funktionen fernzuhalten", erklärte der damalige ÖFB-Teamchef zum Rücktritt nach der EURO 2008.
Bis nach Kärnten hat sich diese Weisheit nicht herumgesprochen. Noch Ende Oktober ließ sich Svetits zum neuen starken Mann bei Austria Klagenfurt wählen. Der Pleiteklub aus der dritten Liga mit der schönen EM-Arena als Spielplatz würde mit ihm bald in die Bundesliga zurückkehren, versprach er.
Um nach dem neuerlichen Konkurs der Austria überhaupt die Saison in der Regionalliga ausfinanzieren zu können, ließ Svetits ein Treuhandkonto einrichten. Ausgerechnet am Tag seiner Verhaftung sollten die darauf befindlichen 300.000 Euro von der Stadt Klagenfurt für den Klub freigegeben werden.
Svetits und das Geld - zu diesem Thema kursieren im österreichischen Fußball viele Geschichten. Eine davon hat gestern zur Verhaftung des 53-jährigen Ex-Vertreters geführt.
Transfer-Meister
In seiner ersten Ära als Manager und Präsident beim GAK hat Svetits geschickt auf die Änderungen durch das Bosman-Urteil reagiert. Danach verstand er es, vor allem Frank Stronach von Investitionen zu überzeugen. Zuerst bei der Wiener Austria, dann bei Magna Wr. Neustadt. Legendär sind die Ankündigungen, auf den Nachwuchs zu setzen, um dann doch zahlreiche Transfers zu tätigen.
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